Tipps zur eigenen Sicherheit:

  • Vor jeder Saison Kanten und Bindung überprüfen lassen
  • Ausreichend körperliche Fitness
  • Skihelm tragen
  • Während des Skitages auf Alkohol verzichten
  • Regelmäßig Pausen machen und große körperliche Ermüdung vermeiden
  • Immer unterhalb von stehenden Personen abschwingen
  • Beherrschung der eigenen Geschwindigkeit und Fahrweise
  • Überholen nur mit genügend Abstand
  • Anhalten nur am Pistenrand oder an übersichtlichen Stellen
  • Jeder Skifahrer, ob Zeuge oder Beteiligter, muss im Falle eines Unfalls seine Personalien angeben

Stichwort Skigymnastik

Der DSV hat sechs Übungen zusammengestellt, die auch Untrainierte in kurzer Zeit einigermaßen fit für die Piste machen:

  1. Kraft Oberschenkel - mit geradem Rücken und im 90-Grad-Winkel gebeugten Beinen an eine Wand setzen
  2. Schnellkraft - aus der tiefen Hocke Strecksprünge machen
  3. Rumpfstabilisierung vorn Liegestütze - auf den Händen oder auf den Ellenbogen
  4. Rumpfstabilisierung seitlich - Seitstütze
  5. Kraft Gesäß und Rückseite Oberschenkel - flach auf den Boden legen, die Füße aufstellen, das Gesäß anheben und wieder senken.
  6. Ausdauer - Seilspringen


Wer völlig untrainiert ist, führt jede Übung 45 Sekunden am Stück aus. Wer regelmäßig Sport macht, kann auf 60 Sekunden erhöhen.

Die Behandlungsstrategie N.A.P. (Neuroorthopädische Aktivitätsbedingte Plastizität) findet Anwendung bei Verletzungen, degenerativen Veränderungen und neurologischen Erkrankungen und beginnt mit einer Zielfestlegung nach dem Modell der internationalen Klassifikation von Funktion (ICF).

Die Wege, die mit dem Patienten erarbeitet werden, um sein Ziel zu erreichen, finden auf 3 Ebenen statt:

  • der Partizipationsebene (Teilhabe am Alltag)
  • der Aktivitätsebene
  • der Strukturebene

Das höchste Ziel befindet sich hierbei auf der Partizipationsebene. Das heißt, die Notwendigkeit und Motivation muss für den Patienten geschaffen werden, um das Ziel zu erreichen.

Der Therapeut unterstützt den Patienten auf der strukturellen und aktiven Ebene in der Therapiesituation, um eigene Strategien zur Problemlösung zu entwickeln.

Am folgenden Patientenbeispiel aus der Praxis soll dieser Therapieprozess verdeutlicht werden:

Ein Patient, Mitte 30, berichtet über anhaltende Nackensteifigkeiten, besonders am Morgen nach dem Aufstehen. In seinem Alltag ist er viel auf sein Fahrrad angewiesen, um alltägliche Wege zu erledigen. Aufgrund seiner Beschwerden ist es ihm beim Fahrradfahren im Straßenverkehr nicht möglich, einen korrekten Schulterblick über seine linke Schulter auszuführen. Dies erhöht die Gefahr eines Unfalls um ein Vielfaches.

 Seitenblick links

Test vor der Behandlung:

Der Patient soll sich merken, welche Dinge er im Augenwinkel erkennen kann

Das Hauptziel des Patienten auf der Partizipationsebene (Teilhabe im Alltag) ist ein sicherer Schulterblick nach links, um Gefahren im Straßenverkehr zu vermeiden.

In der Befundaufnahme (Anamnese) geht hervor, dass er vor 3 Jahren einen Auffahrunfall im Auto hatte, welcher ein Schleudertrauma in der Halswirbelsäule hervorrief. Danach litt er über eine längere Zeit an Bewegungseinschränkungen der Halswirbelsäule, die sich zum Teil wieder normalisierten.

Auf der Aktivitätsebene in der Praxis zeigte sich, dass der Patient seinen Kopf nicht spontan nach links drehen kann, um über seine linke Schulter zu schauen. Hier kompensiert er, indem er seinen ganzen Rumpf nach links mit dreht oder die Rotation aus den oberen Kopfgelenken (1. Und 2. Halswirbel-) einleitet, um nach links über die Schulter zu schauen.

Auf der Strukturebene zeigt sich durch manuelle Beweglichkeitstests der Therapeutin, dass seine oberen Kopfgelenke frei beweglich sind. Dafür stabilisiert sie manuell den 2. Halswirbel und lässt den Patienten jeweils nach rechts und links oben schauen.

Die Vermutung, dass die Einschränkung in der mittleren und unteren Halswirbelsäule (3.-7. Halswirbel) zu finden ist, bestätigt sich durch manuelle Testung der einzelnen Halswirbelsäulenabschnitte unter aktiven Bewegungsaufträgen an den Patienten in diesem Bereich. Hier zeigt sich auch eine mangelnde Streckung der Halswirbelsäule am Übergang zur Brustwirbelsäule. Die Wirbelgelenke können nicht genügend nach hinten und unten gleiten. Die Therapeutin spürt, dass das Bindegewebe in diesem Bereich sehr fest ist.

Durch wiederholte Schmerzerfahrungen des Patienten kommt es zu Vermeidungsstrategien der Bewegung und einer Aktivierung des vegetativen Nervensystems. Es finden biochemische Veränderungen im Gewebe statt. Beispielsweise sinkt die Produktion des Gleitgels des Bindegewebes, die Hyaluronsäure. Die Bindegewebszellenaktivität steigert sich und das Gewebe wird fest.

NAP2          NAP 1

Der Behandlungseinstieg erfolgt im Sinne der NAP-Prinzipien über ein Habituations- bzw. Gewöhnungstraining. Die schmerzhafte Bewegung wird innerhalb der Schmerz- und Angsttoleranz wiederholt und Druck/Vibrationsrezeptoren werden manuell stimuliert, um eine Gewöhnung im Sinne der klassischen Konditionierung zu erzielen.

Das NAP-Prinzip - Strukturen werden durch funktionelle Aktivitäten geformt - findet Berücksichtigung.

Es werden Techniken zur Mobilisierung der Wirbelgelenke und Elastizitätsförderung der Halsmuskulatur eingesetzt. Über willkürliche Augen- und Kopfbewegungen wird die Bewegung des Patienten eingeleitet. 

Seitenblick lionks nach Behandlung   

Nach der Behandlung ist der Patient in der Lage, seinen Kopf bei stabilem Oberkörper weiter nach links zu drehen. Zur Eigenwahrnehmung und als Re-Test soll der Patient schauen, wieviel mehr er im linken Augenwinkel erkennen kann.

NAP Hausaufgabe

Um den Behandlungserfolg zu halten, sind Eigenmobilisationsübungen für zu Hause ein wichtiger Bestandteil der Therapie.

Der Vorteil liegt auf der Hand - man braucht nur eine Matte und sich selbst. Bei den meisten Körpereigengewichtsübungen trainiert man einzelne Muskeln nicht isoliert, sondern immer in Muskelketten und gelenkübergreifend. Somit ist das Training funktioneller als das isolierte Training. Im Fokus stehen die Kraftentwicklung, die Verbesserung der Beweglichkeit sowie die verbesserte Ansteuerung der Muskeln. Die Wiederholungszahlen sind abhängig von Körpergewicht, Trainingsziel und Fitnesszustand.

Folgende Richtwerte gelten: je weniger Wiederholungen, desto mehr Sätze sollen zur Anwendung kommen. Schafft man mehr als 40 Wiederholungen, kann man die Übung durch Veränderung der Ausgangsstellung oder durch das Einsetzen von Gewichtsmanschetten verändern.

Schafft man weniger als 4 Wiederholungen, muss man eine einfachere Übungsvariante wählen. Hier ist ein Beispiel gezeigt, wie man eine Übung von einfacher Ausführung zu der schwereren Durchführung steigern kann.

Einfache Ausführung

Mittelschwere Ausführung

Schwere Ausführung

Eine Aufstellung für ein Übungsprogramm findet man unter: Rückenschulprogramm

Neuroorthopädische Aktivitätsabhängige Plastizität – N.A.P.® - diese Therapie findet ihre Anwendung in der neurologischen, orthopädischen und traumatologischen Rehabilitation

Basierend auf der Tatsache, dass plastische Veränderungen im Gehirn nur dann stattfinden, wenn Erfahrungen gemacht werden, nutzt der N.A.P.-Therapeut situativ alle motorischen und sensorischen Systeme, um die größtmögliche Selbständigkeit des Patienten im Alltag herzustellen. 

Die funktionellen Aktivitäten formen anatomische Strukturen, die nur so belastbar sind, wie sie belastet werden. Ziel der Therapie ist es, die bestmögliche biomechanische Situation so herzustellen, damit das Gehirn erfahren kann, wie es seine Handlungen organisieren muss. So lernt der Patient, seine Handlungen aktiv zu organisieren, anstatt passiv behandelt zu werden, und kann erneuten Zugriff auf seine bestehenden motorischen Programme erlangen. Die Therapie basiert auf neuesten Erkenntnissen neurophysiologischer Forschungen und vereint neurologische und manualtherapeutische Techniken zu einem Therapiekonzept.

In drei Modulen mit ingesamt 80 Unterrichtsstunden erlernte Frau Werkstätter diese Methode und legte eine Prüfung ab. Sie ist eingetragene N.A.P. Therapeutin, nachzulesen unter: Therapeutenliste

 

Craniomandibuläre Dysfunktion CMD
 
Patienten mit Störungen der Kiefergelenke leiden häufig unter Kieferknacken. Obwohl der körperliche Leidensdruck in Form von Schmerzen meist nicht sehr hoch ist, können sich Kiefergeräusche negativ auf das soziale Zusammensein auswirken. Zudem verändert sich mit einem sich verstärkenden Geräuschverlauf häufig auch die Mechanik, beispielsweise durch einseitige Belastungen bedingt durch ein Vermeidungsverhalten und ungünstige Veränderuungen von Bewegungsachsen. Diese Parameter sind häufig sogenannte auslösende oder unterhaltende Faktoren einer CMD-Entwicklung. 
 
CMD und Gelenkgeräusche entstehen meist durch verschiedenste Ursachen. Um die Verhältnisse des Bisses zu beurteilen, gilt es nach Fehlfunktionen wie Zungen- und Zähnepressen, Zähneknirschen und Zahnveränderungen, Zustände nach Zahnbehandlungen wie Extraktionen oder Kronenversorgung zu schauen. Probleme treten auch durch ständiges Kaugummikauen auf. Häufig sind zudem Verspannungen der Muskulatur vorhanden, die im Zusammenhang mit Stress entstehen. 
 
Kiefergeräusche kann man grundlegend in zwei Kategorien einteilen. Die erste Kategorie beinhaltet sogenannten Reibegeräusche unterschiedlicher Intensität und Lautstärke. Meist ist das ein Anzeichen für eine Degeneration. Dazu passen weitere Symptome wie Fehlbisse, alte Kieferverletzungen oder konstante Überlastungen bei Stress.
Bei Geräuschen der zweiten Kategorie handelt es sich um Knackphänomene, die zudem die Gelenkmechanik nachhaltig verändern. Häufige Ursachen sind Diskusveränderungen.
 
In einer effektiven Therapie kommen sowohl Techniken wie manuelle Mobilisation, Weichteiltechniken, neurodynamische Mobilisationstechniken und fasziale Entspannungstechniken als auch aktive Übungsbehandlungen zum Einsatz.
 

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