Beihilfen sind vom Staat gewährte Geldzuschüsse,  um einigen Berufsgruppen
wie Beamte, Richter und deren Kindern bei den Kosten der medizinischen
Versorgung zu helfen. 
Die Beihilfe, wie der Name schon sagt, deckt niemals zu 100 % die
Gesundheitskosten, sondern stellt unterschiedliche Beihilfesätze zur
Verfügung. Kinder erhalten 80% Beihilfe, für Ehegatten wird ein Beihilfesatz
von 70% zur Verfügung gestellt.  Ab August 2008 erhalten Beamte rund 20
Prozent mehr Beihilfe, ab dem 01.01.2019 werden die beihilfefähigen
Höchstsätze dann erneut um 10 Prozent erhöht. Damit soll der aktuellen
Preisentwicklung bei den Honoraren von den gesetzlichen Krankenkassen
Rechnung getragen werden. Dies gelingt allerdings nur mäßig, da es seit 17
Jahren bisher keine Anpassung  von den Tarifen gab. Die Kosten, die bei den
beihilfeberechtigten Personen nicht durch die Beihilfe gedeckt werden,
sollen die privaten Krankenversicherungen übernehmen. Doch diese Kassen
übernehmen oft nicht die Restkosten, sondern nur die Differenz zwischen dem
von der Beihilfe bezahlten prozentualen Anteil und den Höchstbeträgen der
Beihilfe.

In den nächsten sechs Monaten entsteht ein neuer Gruppenraum in unmittelbarer Nähe unseres Standortes. Dieser Sportraum wird in der Pestalozzistraße 66 ebenerdig errichtet werden. Als Ausstattungsmerkmal wird unter anderen auch eine Klimaanlage vorhanden sein, so dass auch ganzjähig in unserer Praxis in Böhlitz-Ehrenberg Präventionskurse im Bereich Bewegung und Entspannung durchgeführt werden können. 

Die 9-monatige Vorbereitungsphase ist abgeschlossen und die Planung steht. Diese wurde unter Verantwortung des Architekturbüros K3 durchgeführt und Frau Henneberger, als freie Architektin, wird für den Umbau die Regie übernehmen. 

Verspannungen selber lösen

Mit einer Doppelrolle kann man bei sich selbst muskuläre Verspannungen positiv beeinflussen. In stehender Position an eine Wand lehnen und einfach die schmerzende Stelle mit der Doppelrolle abfahren. Der Druck darf etwas schmerzen, sollte aber noch im Grenzbereich liegen.

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Muskeln vor Verletzungen schützen

Dehnungen steigern eindeutig die Beweglichkeit, Dehnmethoden gibt es verschiedene. Allgemein gilt, dass Dehnzeiten unter zwei Minuten keine nachhaltige Wirkung haben. Nach neusten Erkenntnissen werden Dehnzeiten über vier Minuten pro Muskelgruppe empfohlen, mindestens zwei mal pro Woche sollte man die entsprechnede Region dehnen, um die Beweglichkeit dauerhaft zu steigern. Besonders interessant ist der Aspekt der Toleranzentwicklung des gesamten Körpers, der beim Dehnen auftritt. Kanadische Forscher zeigten, dass sich durch Dehnung des Schultergürtels auch die Beweglichkeit der Hüfte bei Probanden verbesserte. Auch deutsche Forscher konnten diesen Effekt nachweisen. Sie fanden heraus, dass sich die Beweglichkeit der Halswirbelsäule durch eine Wadendehnung verbesserte. Diese Ergebnisse zeigen, dass nicht strukturelle, sondern eher nervale Mechanismen am stärksten dazu beitragen, dass Dehnen die Beweglichkeit verbessert.

Morbus Sudeck - je früher die Behandlung beginnt, desto besser ist die Prognose

Der Sudeck, auch Komplexes regionales Schmerzsyndrom genannt, beschreibt ein Phänomen, das häufig nach Frakturen oder Operationen in der Hand oder am Fuß auftritt. Dabei ist charakterisierend eine handschuhförmige Symptomatik mit starken und länger anhaltenden Schmerzen, die mit Bewegungs- und Funktionsstörungen einhergehen.

Was der Chirurg Paul Sudeck als entgleiste Heilentzündung bezeichnete, beinhaltet eine trophische Weichteil- und Knochenveränderung sowie Störungen der Durchblutung und Schweißbildung in den betroffenen Gliedmaßen. Wie das Syndrom entsteht ist weithin ein Rätsel. Als gesichert gilt, dass es mit der zentralen Schmerzverarbeitung zusammenhängt. Manchmal springt die Krankheit auch auf andere Extremitäten über. 

Rein medikamentös-schmerztherapeutische Maßnahmen haben sich als Einzeltherapie nicht besonders erfolgreich gezeigt. In Kombination mit funktionaler Therapie dagegen waren die Ergebnisse deutlich besser. Entscheidend auch: Je früher desto besser die Prognosen! Dabei sei die frühe Physio- und Ergotherapie, so Dr. Andreas Böger vom Regionalen Schmerzzentrum Kassel an den DRK-Kliniken Nordhessen, die wichtigste Maßnahme.

In diesem Fall habe sich die Spiegeltherapie als erstaunlich effektiv erwiesen. Ein weiterer, vielversprechender Ansatz ist die verhaltenstherapeutische "Pain Exposure Physical Therapy". Der Patient soll dabei über die Schmerzgrenzen hinaus bewegen und damit die Angst vor der Bewegung selbst verlieren.



 Die Sudeck-Selbsthilfe weist auf die Wichtigkeit der Erfahrung von Arzt und Therapeut hin. Dabei soll die Behandlung von einem Team aus Orthopäden, Schmerztherapeuten, Physio- und Ergotherapeuten sowie Psychotherapeuten begleitet werden. Entscheidend, so die Selbsthilfe, sei die individuelle Therapie, da nicht jedem das Gleiche hilft. Während in Akutphasen Manuelle Lymphdrainage, vorsichtiges assistives Durchbewegen und kühlende Retterspitz-Wickel im Vordergrund stehen, sind später aktive Maßnahmen zu bevorzugen. Die Spiegeltherapie kann dabei in allen Stadien eingesetzt werden.

Die Behandlung vom Morbus Sudeck ist langwierig und fordert dem Patienten viel Geduld ab. Diese Situation zu begleiten ist auch eine der Hauptaufgaben des Therapeutenteams.

Ul.Ma. / physio.de

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