Morbus Sudeck - je früher die Behandlung beginnt, desto besser ist die Prognose

Der Sudeck, auch Komplexes regionales Schmerzsyndrom genannt, beschreibt ein Phänomen, das häufig nach Frakturen oder Operationen in der Hand oder am Fuß auftritt. Dabei ist charakterisierend eine handschuhförmige Symptomatik mit starken und länger anhaltenden Schmerzen, die mit Bewegungs- und Funktionsstörungen einhergehen.

Was der Chirurg Paul Sudeck als entgleiste Heilentzündung bezeichnete, beinhaltet eine trophische Weichteil- und Knochenveränderung sowie Störungen der Durchblutung und Schweißbildung in den betroffenen Gliedmaßen. Wie das Syndrom entsteht ist weithin ein Rätsel. Als gesichert gilt, dass es mit der zentralen Schmerzverarbeitung zusammenhängt. Manchmal springt die Krankheit auch auf andere Extremitäten über. 

Rein medikamentös-schmerztherapeutische Maßnahmen haben sich als Einzeltherapie nicht besonders erfolgreich gezeigt. In Kombination mit funktionaler Therapie dagegen waren die Ergebnisse deutlich besser. Entscheidend auch: Je früher desto besser die Prognosen! Dabei sei die frühe Physio- und Ergotherapie, so Dr. Andreas Böger vom Regionalen Schmerzzentrum Kassel an den DRK-Kliniken Nordhessen, die wichtigste Maßnahme.

In diesem Fall habe sich die Spiegeltherapie als erstaunlich effektiv erwiesen. Ein weiterer, vielversprechender Ansatz ist die verhaltenstherapeutische "Pain Exposure Physical Therapy". Der Patient soll dabei über die Schmerzgrenzen hinaus bewegen und damit die Angst vor der Bewegung selbst verlieren.



 Die Sudeck-Selbsthilfe weist auf die Wichtigkeit der Erfahrung von Arzt und Therapeut hin. Dabei soll die Behandlung von einem Team aus Orthopäden, Schmerztherapeuten, Physio- und Ergotherapeuten sowie Psychotherapeuten begleitet werden. Entscheidend, so die Selbsthilfe, sei die individuelle Therapie, da nicht jedem das Gleiche hilft. Während in Akutphasen Manuelle Lymphdrainage, vorsichtiges assistives Durchbewegen und kühlende Retterspitz-Wickel im Vordergrund stehen, sind später aktive Maßnahmen zu bevorzugen. Die Spiegeltherapie kann dabei in allen Stadien eingesetzt werden.

Die Behandlung vom Morbus Sudeck ist langwierig und fordert dem Patienten viel Geduld ab. Diese Situation zu begleiten ist auch eine der Hauptaufgaben des Therapeutenteams.

Ul.Ma. / physio.de

Bewegung im Freien - Leipzig hat viel zu bieten

Anlässlich des 17. Tages der Rückengesundheit wollen wir auf Bewegungsmöglichkeiten im Freien aufmerksam machen. Das diesjährige Motto „Rückenfit an der frischen Luft“ möchte dazu motivieren, sich mehr in der Natur zu bewegen und sportliche Aktivitäten im Freien zu genießen. In unserer Region bietet der Leipziger Auenwald viele positive Aspekte für die Gesundheit: frische Luft belebt Körper und Geist, Bewegung und Tageslicht sorgen zusätzlich für gute Laune. Initiiert und organisiert wird der Aktionstag wie gewohnt von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. Rund um den Tag der Rückengesundheit, der jährlich am 15. März stattfindet, gibt es bundesweit zahlreiche Veranstaltungen, Workshops und Aktionen.

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Wir bieten Nordic-Walking-Kurse und Laufkurse im Rahmen des Präventionsprogrammes an. Während der 8-10 Einheiten werden den Teilnehmern die Grundtechniken des Laufens und Methoden zur Trainingsgestaltung vermittelt. Alle gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich mit mindestens 80 Prozent der Kosten. Die Kurse starten am 09.04.2018, 18.45 Uhr, im Auenwald Böhlitz Ehrenberg.

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Wer allein aktiv werden möchte, hat natürlich noch viele weitere Alternativen sich an der frischen Luft zu bewegen. Rad fahren, spazieren gehen oder auch mal auf Baumstämmen balancieren, die Möglichkeiten sind vielfältig.

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Ziel des Aktionstages ist es, ein Bewusstsein für den Zusammenhang von körperlicher Aktivität und der damit einhergehenden Vorbeugung und Linderung von Rückenbeschwerden zu schaffen. Die Bedeutung von Bewegung - auch alltäglicher Art - für jeden Einzelnen soll vermittelt werden. 

 

Die Möglichkeiten der Physiotherapie bei Tinnitus Viele kennen es: das plötzliches Auftreten von Ohrgeräuschen wie Piepsen, Summen, Pfeifen - obwohl es im Raum ganz still ist. Die Ursachen sind nicht eindeutig geklärt, aber häufig stehen Funktionsstörungen der Halswirbelsäule, des Kiefergelenks und des Ohrs mit Tinnitus im Zusammenhang. Verspannungen von muskuläre Strukturen im Hals, Nacken und Kieferbereich beeinflussen die Durchblutung und somit den Stoffwechsel von dem umliegenden Gewebe. Das kann man in etwa mit zu fester Erde in einem frisch angelegtem Gemüsebeet vergleichen, durch die das Wasser nicht überall an die Wurzeln gelangen kann und somit die Nährstoffe unzureichend verteilt werden. Diese Funktionseinschränkungen und der begleitende Tinnitus sind durch Maßnahmen der Physiotherapie gut zu beeinflussen. Dabei gilt, je eher mit der Behandlung begonnen wird, desto größer ist die Chance einer positiven Beeinflussung. Vielfältige Maßnahmen können dabei zum Einsatz kommen. An erster Stelle stehen eine funktionelle Untersuchung der Wirbelsäule, des Kiefergelenkes und der umgebenden Muskulatur. Das ist eindeutig die Domäne der Manuellen Therapie. Das Aufheben von Gelenkfunktionsstörungen an der Wirbelsäule, besonders im Kopfgelenksbereich und die einhergehende Muskelentspannung verringern die Störfaktoren und tragen somit zu einer besseren Durchblutung bei. Wärmeanwendungen sind eine weitere empfehlenswerte Maßnahme.   Bei Beteiligung des Kiefergelenkes ist eine gleichzeitge Konsultation des Zahnarztes sehr sinnvoll. Häufiges Kaugummi kauen, Fehlstellungen der Zähne, Stress und nächtliches Knirschen und Pressen mit der Zunge sind mögliche Faktoren, die einen Tinnitus begünstigen. Das bewusste Wahrnehmen und Beeinflussen dieser Bewegungsautomatismen sollte am Anfang jeder Behandlung stehen. Die Mobilisation des Kiefergelenkes und die Entspannung der Mund- und Kiefermuskulatur sind ein weiterer Baustein der Behandlung. Nach dem Rückgang der Beschwerden ist eine krankengymnastische Behandlung zur muskuläre Stabilisierung sehr hilfreich.   Das Anwenden allgemeiner Entspannungstechniken wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson kann die Symptomatik zusätzlich positiv beeinflussen. Denn diese Verfahren bauen Stress ab und sorgen für Entspannung. Lernen kann man speziell diese Techniken in den jeweiligen Gesundheitskursen, die sogar von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst werden.   Und wenn alle Maßnahmen keine Besserung bringen, empfehlen wir zusätzlich zur Physiotherapie naturheilkundliche Verfahren wie Osteopathie, Craniosacrale Therapie, Neuraltherapie oder bei deutlichen Stauungszeichen auch mal die Blutegeltherapie.

Seit 2018 kann man auf unserer Homepage der Physiotherapie die neuen Zeiten der Präventionskurs unter der Rubrik Kurse in Erfahrung bringen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, bequem von zu Hause aus oder von unterwegs eine Kursbuchung über das Anmeldeformular vorzunehmen. Natürlich erhalten Sie auch weiterhin in unserer Praxis Informationen zu den jeweiligen Angeboten. Unsere Koordinatorin für Prävention, Frau Mandy Werkstätter, steht Ihnen dabei gern mit Rat und Tat zur Seite. Alle Präventionskurse werden von den gesetzlichen Krankenkassen bezuschusst. In der Regel bekommt man zweimal jährlich 80% der Kurskosten erstattet. Ärzte können seit Anfang 2017 auch ihren Patienten die Teilnahme an einen Präventionskurs empfehlen. Dafür gibt es ein spezielles Formular, das Muster 36. Viele Krankenkassen erstatten dann die Kurskosten zu 100%.

Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Sehstörungen und Schwindel werden oft durch Blockierungen der oberen Kopfgelenke verursacht. Die Kopfgelenke selber stehen funktionell mit den Augenmuskeln in Verbindung, weil diese für Körperstellreaktionen und die Balance wichtig sind. Zum Training dieser funktionellen Einheit nutzen wir spezielle Übungen, um das Zusammenspiel der oberen Kopfgelenke und der Augenmuskulatur zu fördern.

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Eine spezielle Konstruktion bestehend aus einer Laserlampe und einem Fadenkreuz wird von uns für das Training genutzt. Dabei müssen geradlinige Bewegungen unter optischer Kontrolle durchgefürft werden.

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