Für Deutschland hat der Bundesarbeitsminister am 16.04.2020 eine umfassende Information rund um den Arbeitsschutz während der Corona-Krise veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass bei Nichteinhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden soll. Und in Sachsen besteht ab dem 20.04.2020 auch eine Maskenpflicht beim Einkaufen und beim ÖPNV. Daher geben wir unseren Patienten die Empfehlung, auch während der physiotherapeutischen Behandlung eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dabei geht es nicht um medizinische, sondern um einfache, auch selbst genähte Masken. Auch ein Tuch ist möglich, um einfach das Ausbreiten von Tröpfchen beim Sprechen oder plötzlichen Husten zu reduzieren. 

 

Bei selbstgenähten Masken, die wieder verwendet werden können, muss allerdings einiges beachtet werden. Die Außenseite einer gebrauchten Maske ist potentiell erregerhaltig. Somit besteht beim erneuten Aufsetzen die Gefahr einer Kontamination des Trägers. Die Maske sollte niemals beim erneuten Aufsetzen auf der Innenseite berührt werden. Die Maske muss durchgehend eng anliegend über Mund und Nase getragen werden und bei Durchfeuchtung gewechselt werden. Sie darf während des Tragens nicht zurechtgezupft werden und auch nicht um den Hals getragen werden.

 

Die Kassenverbände auf Bundesebene setzen die Prüfung der Unterbrechnungsfristen von Heilmittelverordnungen aus, wenn die letzte Behandlung vor der Unterbrechnung nach dem 17.Februar 2020 erfolgte. Für alle Verordnungen, die der Arzt nach dem 18. Februar 2020 ausgestellt hat, entfällt der Zeitraum für den Behandlungsbeginn von 14 Tagen. Diese beiden Regelungen gelten aktuell sowohl für ärztliche als auch zahnärztliche Heilmittelverordnungen und für Verordnungen der Berufsgenossenschaften, die bis zum 31. Mai 2020 ausgestellt werden. 

Ärztinnen und Ärzte sowie Zahnärztinnen und Zahnärzte können Folgeverordnungen auch nach telefonischer Anamnese ausstellen. Voraussetzung ist, dass bereits zuvor aufgrund derselben Erkrankung eine unmittelbare persönliche Untersuchung erfolgt ist. Die Verordnung kann dann postalisch an die Versicherte oder den Versicherten übermittelt werden.Krankenhausärztinnen und -ärzte können im Rahmen des sogenannten Entlassmanagements Heilmittel nicht nur für eine Dauer von bis zu 7 Tagen, sondern bis zu 14 Tagen nach Entlassung aus dem Krankenhaus verordnen. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn das zusätzliche Aufsuchen einer Arztpraxis vermieden werden soll.

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