Atlastherapie in Leipzig – Behandlung der oberen Halswirbelsäule
Die Atlastherapie ist eine spezialisierte Form der manuellen Therapie, die sich auf die obere Halswirbelsäule konzentriert. Im Mittelpunkt stehen der erste Halswirbel (Atlas), der zweite Halswirbel (Axis) sowie die umgebenden Gelenke, Muskeln und Bänder.
Dieser Bereich verbindet den Kopf mit der Wirbelsäule und ermöglicht einen großen Teil unserer Kopfbewegungen. Gleichzeitig verlaufen hier wichtige Nerven- und Gefäßstrukturen. Aufgrund der anatomischen Besonderheiten dieses Bereichs erfordern Untersuchung und Behandlung der oberen Halswirbelsäule besondere Sorgfalt und entsprechende fachliche Qualifikation.
In unserer Praxis wird die Atlastherapie ausschließlich nach einer ausführlichen physiotherapeutischen Untersuchung durchgeführt und individuell in das Behandlungskonzept integriert.
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Was ist der Atlas?
Der Atlas ist der erste Halswirbel und trägt den Schädel. Gemeinsam mit dem zweiten Halswirbel, dem Axis, bildet er die Kopfgelenke. Diese sorgen dafür, dass wir den Kopf drehen, nicken und neigen können.
Durch seine besondere anatomische Lage steht der Atlas in enger funktioneller Verbindung mit den angrenzenden Gelenken sowie der Muskulatur des Nacken- und Kopfbereichs. Funktionelle Bewegungseinschränkungen oder muskuläre Beschwerden in diesem Bereich können mit Nackenbeschwerden und einer eingeschränkten Beweglichkeit der Halswirbelsäule einhergehen.
Wann kann eine Atlastherapie sinnvoll sein?
Ob eine Atlastherapie infrage kommt, hängt immer vom individuellen Befund ab. Nach einer ausführlichen Untersuchung kann sie unter anderem Bestandteil der physiotherapeutischen Behandlung sein bei:
- Nackenschmerzen
- Bewegungseinschränkungen der Halswirbelsäule
- funktionellen Beschwerden der oberen Halswirbelsäule
- bestimmten Formen von Spannungskopfschmerzen
- Beschwerden nach Fehl- oder Überbelastungen
- funktionellen Beschwerden im Schulter-Nacken-Bereich
Die Entscheidung, ob eine Atlastherapie sinnvoll ist, treffen wir immer nach einer ausführlichen Untersuchung. Nicht jede Beschwerde im Bereich der Halswirbelsäule ist auf eine Funktionsstörung des Atlas zurückzuführen. Deshalb wählen wir die Behandlung individuell und befundorientiert aus.
So läuft die Untersuchung ab
Vor jeder Behandlung nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Gespräch. Dabei sprechen wir über Ihre Beschwerden, deren Entstehung, Vorerkrankungen sowie bereits erfolgte Behandlungen.
Anschließend untersuchen wir unter anderem:
- die Beweglichkeit der Halswirbelsäule,
- die Kopf- und Körperhaltung,
- die Muskelspannung im Nacken- und Schulterbereich,
- neurologische Auffälligkeiten,
- mögliche Kontraindikationen für eine manuelle Behandlung.
Falls erforderlich, beziehen wir vorhandene Röntgen-, MRT- oder CT-Befunde in unsere Beurteilung mit ein. Unser Ziel ist es, die Ursache Ihrer Beschwerden möglichst genau einzugrenzen und gemeinsam mit Ihnen die geeignete Therapie auszuwählen.
Wie erfolgt die Behandlung?
Die Atlastherapie erfolgt ausschließlich mit den Händen. Welche Techniken angewendet werden, richtet sich immer nach Ihrem individuellen Befund.
Je nach Untersuchungsergebnis können unter anderem folgende Techniken zum Einsatz kommen:
- sanfte Mobilisationen,
- gezielte manuelle Impulse,
- Behandlung verspannter Muskulatur,
- Mobilisation der oberen Halswirbelsäule,
- ergänzende Weichteiltechniken.
Bei einzelnen manuellen Techniken kann ein hörbares Gelenkgeräusch auftreten. Das Geräusch selbst ist nicht das Ziel der Behandlung und sagt nichts über deren Erfolg aus. Welche Technik eingesetzt wird, entscheiden wir nach Untersuchung und unter Berücksichtigung möglicher Gegenanzeigen.
Sicherheit hat höchste Priorität
Die obere Halswirbelsäule gehört zu den sensibelsten Bereichen des Körpers. Deshalb prüfen wir vor jeder Behandlung sorgfältig, ob eine Atlastherapie geeignet ist.
Eine Behandlung erfolgt beispielsweise nicht oder nur nach vorheriger ärztlicher Abklärung bei:
- frischen Verletzungen der Halswirbelsäule,
- Instabilitäten der Halswirbelsäule,
- bestimmten Gefäßerkrankungen,
- akuten Entzündungen,
- Frakturen oder Tumorerkrankungen im Behandlungsgebiet.
Sollten Hinweise auf Erkrankungen vorliegen, die zunächst ärztlich abgeklärt werden müssen, steht deren Abklärung selbstverständlich an erster Stelle.
Nach der Behandlung
Nach einer manuellen Behandlung können vorübergehend beispielsweise muskelkaterähnliche Beschwerden oder lokale Empfindlichkeit auftreten. Bei ungewöhnlichen, stärkeren oder anhaltenden Beschwerden sollte eine zeitnahe medizinische Abklärung erfolgen.
Unser Behandlungsansatz
Für uns ist die Atlastherapie kein isoliertes Verfahren, sondern ein Bestandteil einer modernen Physiotherapie. Deshalb kombinieren wir sie – wenn sinnvoll – mit aktiven Übungen, manueller Therapie und individuellen Empfehlungen für den Alltag.
Unser Ziel ist es, die Behandlung mit aktiven Maßnahmen zu verbinden und gemeinsam mit Ihnen Strategien zu entwickeln, die Beweglichkeit und Belastbarkeit im Alltag unterstützen.
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Unsere Qualifikationen im Bereich Atlastherapie
- Atlastherapie-Ausbildung
- Ganzheitliche Chiropraktik und Manuelle Gelenktherapie (DIC)
- Osteopathieausbildung
- MT-Ausbildung (Manuelle Therapie)
- Ausbildung Radiologie in der Physiotherapie
Deshalb profitieren Sie von unserer Qualifikation
- sorgfältige Untersuchung der Halswirbelsäule und angrenzender Strukturen
- individuelle Auswahl der geeigneten Behandlungstechniken
- Kombination aus Atlastherapie, Osteopathie und Manueller Therapie, wenn dies sinnvoll ist
- Berücksichtigung möglicher Ursachen außerhalb der Halswirbelsäule
- regelmäßige Fortbildungen auf Grundlage aktueller therapeutischer Erkenntnisse
Die Atlastherapie wird in unserer Praxis von speziell fortgebildeten Therapeuten, Herrn Bärmann und Herrn Scheibner, durchgeführt.
Häufige Fragen zur Atlastherapie
Was ist der Unterschied zwischen Atlastherapie und Manueller Therapie?
Die Atlastherapie konzentriert sich speziell auf die obere Halswirbelsäule mit Atlas und Axis sowie die angrenzenden Gelenke und Muskeln. Die Manuelle Therapie umfasst dagegen die Untersuchung und Behandlung von Funktionsstörungen des gesamten Bewegungsapparates.
In unserer Praxis betrachten wir die Atlastherapie nicht als isoliertes Verfahren. Je nach Befund kann sie Bestandteil einer umfassenderen physiotherapeutischen oder manuellen Behandlung sein.
Wie läuft eine Atlastherapie in der Praxis Beger ab?
Vor der Behandlung führen wir eine ausführliche Anamnese und Untersuchung durch. Dabei betrachten wir unter anderem die Beweglichkeit der Halswirbelsäule, die Muskelspannung und mögliche neurologische Auffälligkeiten und prüfen, ob Gründe gegen eine manuelle Behandlung sprechen.
Welche Techniken anschließend eingesetzt werden, richtet sich nach dem individuellen Befund. Bei Bedarf ergänzen wir die Behandlung durch aktive Übungen und Empfehlungen für den Alltag.
Ist Atlastherapie bei Nackenschmerzen sinnvoll?
Bei bestimmten funktionellen Beschwerden der oberen Halswirbelsäule kann die Atlastherapie Bestandteil der Behandlung von Nackenschmerzen sein. Nackenbeschwerden können jedoch viele unterschiedliche Ursachen haben und sind nicht automatisch auf den Atlas zurückzuführen.
Deshalb untersuchen wir zunächst, welche Strukturen und Einflussfaktoren für die jeweiligen Beschwerden relevant sein können und welche Behandlung geeignet ist.
Ist Atlastherapie sicher?
Die obere Halswirbelsäule ist ein sensibler anatomischer Bereich. Deshalb gehen jeder Atlastherapie eine sorgfältige Anamnese und Untersuchung sowie die Prüfung möglicher Gegenanzeigen voraus.
Bei bestimmten Vorerkrankungen, Verletzungen oder Auffälligkeiten führen wir keine entsprechende manuelle Behandlung durch oder empfehlen zunächst eine ärztliche Abklärung. Welche Technik infrage kommt, wird individuell entschieden.
Was kostet eine Atlastherapie in der Praxis Beger?
Die Kosten richten sich nach der Dauer der Behandlung. Je nach Behandlungszeit liegen die Kosten für eine Atlastherapie in unserer Praxis zwischen 55 und 95 Euro.
Welche Behandlungsdauer für Sie vorgesehen ist und welche Kosten entstehen, können Sie gerne vor der Terminvereinbarung mit uns klären.
Quellen und weiterführende Informationen
Die Atlastherapie gehört zu den manuellen Behandlungsansätzen für Beschwerden der oberen Halswirbelsäule. Die wissenschaftliche Studienlage bezieht sich überwiegend auf manuelle Therapie bei Nackenschmerzen insgesamt. Eine eigenständige Überlegenheit einer ausschließlich auf den Atlas ausgerichteten Behandlung ist derzeit nicht ausreichend belegt.
Manuelle Techniken können abhängig vom Befund Bestandteil eines umfassenden Behandlungskonzeptes sein. Aktuelle Empfehlungen betonen insbesondere die Verbindung mit Aufklärung, Bewegung und individuell abgestimmten aktiven Übungen.
- AWMF-Leitlinie: Nicht-spezifische Nackenschmerzen
- Cochrane: Manuelle Therapie in Kombination mit Übungen bei Nackenschmerzen
- AWMF-Leitlinie: Kopfschmerz vom Spannungstyp
- American Heart Association: Halsarteriendissektionen und Manipulationen der Halswirbelsäule
Die Quellen belegen nicht, dass eine Atlastherapie bei allen auf dieser Seite genannten Beschwerden wirksam ist. Vor manuellen Impulstechniken an der Halswirbelsäule sind eine sorgfältige Untersuchung, die Beachtung möglicher Gegenanzeigen und eine verständliche Aufklärung über mögliche Wirkungen und Risiken erforderlich.
Über die Autorin
Ines Beger ist Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin in Leipzig-Böhlitz-Ehrenberg. Zu ihren Behandlungsschwerpunkten gehören Osteopathie, Chiropraktik, Neuraltherapie und individuell abgestimmte Behandlungskonzepte.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche medizinische Untersuchung oder Beratung.