Manuelle Lymphdrainage in Leipzig
Spezialisierte physiotherapeutische Behandlung bei Lymphödemen und Schwellungen
Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle physiotherapeutische Behandlung zur Unterstützung des Lymphabflusses. Mit sanften, rhythmischen Grifftechniken wird die Flüssigkeitsverschiebung im Gewebe und im Lymphsystem unterstützt. Ziel ist es, Schwellungen zu reduzieren und damit verbundene Spannungs- und Schweregefühle zu lindern.
Bei einem Lymphödem ist die Manuelle Lymphdrainage in der Regel nicht als alleinige Maßnahme zu betrachten, sondern kann Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) sein. Dazu gehören – abhängig vom individuellen Befund – auch Kompression, Bewegung, Hautpflege und Selbstmanagement.
Durch Bewegung wird die sogenannte Muskelpumpe aktiviert. In Verbindung mit einer fachgerecht angepassten Kompression kann sie den Rücktransport der Gewebsflüssigkeit unterstützen. Welche Bewegungsformen und Übungen für Sie geeignet sind, besprechen wir persönlich mit Ihnen.
In unserem neuen Blogbeitrag erklären wir ausführlich, warum Bewegung und Kompression zusammengehören. Dort finden Sie außerdem drei kostenlose Video-Workouts für zu Hause.
Zum Blogbeitrag „Lymphdrainage und Bewegung unter Kompression“
Im Gegensatz zur klassischen Massage steht bei der Manuellen Lymphdrainage nicht die Behandlung der Muskulatur, sondern die Entstauung des Gewebes im Mittelpunkt.
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Wann wird Manuelle Lymphdrainage eingesetzt
Die manuelle Lymphdrainage wird unter anderem eingesetzt bei:
- Lymphödem
- Schwellungen nach Operationen, Knie-TEP, Hüft-TEP
- Schwellungen nach Verletzungen oder Unfällen, Kreuzbandruptur
- Venenerkrankungen mit Ödembildung
- primären und sekundären Lymphödemen
- Lymphödemen nach onkologischen Behandlungen, beispielsweise nach Operationen mit Entfernung von Lymphknoten
- Narben und postoperativen Schwellungen
- bestimmten orthopädischen und neurologischen Erkrankungen
Ob Manuelle Lymphdrainage geeignet ist, richtet sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung und dem individuellen Befund.
So läuft die Manuelle Lymphdrainage ab
Zu Beginn berücksichtigen wir Ihre ärztliche Diagnose und Verordnung und verschaffen uns einen physiotherapeutischen Eindruck von der betroffenen Körperregion und der aktuellen Schwellung.
Während der Behandlung wenden unsere speziell ausgebildeten Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sanfte, rhythmische Grifftechniken an. Die Behandlung wird an die betroffene Körperregion und den individuellen Befund angepasst.
Je nach Verordnung und individuellem Befund beträgt die Therapiezeit der Manuellen Lymphdrainage 30, 45 oder 60 Minuten (MLD 30, MLD 45 oder MLD 60).
Seit Oktober 2024 kann Manuelle Lymphdrainage auch ohne festgelegte Therapiezeit verordnet werden. In diesem Fall entscheiden unsere entsprechend qualifizierten Therapeutinnen und Therapeuten nach den Vorgaben der Heilmittel-Richtlinie befundabhängig, ob eine Behandlungszeit von 30, 45 oder 60 Minuten erforderlich ist.
Maßgeblich sind dabei insbesondere das Stadium des Lymph- oder Lipödems sowie der Umfang der betroffenen Körperregionen.
Bei Lymphödemen kann die Manuelle Lymphdrainage Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) sein. Dazu gehören – abhängig vom individuellen Befund und der Behandlungsphase – auch Kompression, Bewegung, Hautpflege und Selbstmanagement.
Ziele der Manuellen Lymphdrainage
Je nach Erkrankung, Ausmaß der Schwellung und individuellem Befund können unterschiedliche Behandlungsziele im Mittelpunkt stehen:
- Schwellungen reduzieren
- Spannungs- und Schweregefühle lindern
- die Beweglichkeit geschwollener Körperregionen erleichtern
- die Entstauung im Rahmen einer KPE unterstützen
- gemeinsam mit Kompression und Bewegung das Behandlungsergebnis unterstützen
- das Selbstmanagement im Alltag fördern
Welche Ziele in Ihrer Behandlung im Vordergrund stehen, besprechen wir individuell mit Ihnen.
Unsere speziell qualifizierten Lymphtherapeuten
Die manuelle Lymphdrainage gehört zu den zertifizierten Heilmitteln der Physiotherapie. Unsere Lymphtherapeutinnen und Lymphtherapeuten verfügen über eine spezielle Zusatzausbildung und umfangreiche Erfahrung in der Behandlung von Lymph- und Ödemerkrankungen.
Mit Einfühlungsvermögen, Fachwissen und individuell abgestimmten Behandlungskonzepten begleiten wir Sie auf dem Weg zu mehr Beweglichkeit, weniger Beschwerden und einer besseren Lebensqualität.
Manuelle Lymphdrainage im Podcast
Was unterscheidet die manuelle Lymphdrainage von einer klassischen Massage? In Folge 4 unseres Bootscast erklären wir verständlich, wie die Behandlung abläuft, wann sie eingesetzt werden kann und welche Bedeutung Bewegung und Kompression innerhalb der Entstauungstherapie haben.
Folge 4: Manuelle Lymphdrainage
Häufig gestellte Fragen zur Manuellen Lymphdrainage
Ist die manuelle Lymphdrainage schmerzhaft?
Die manuelle Lymphdrainage ist in der Regel eine sanfte und nicht schmerzhafte Behandlung.
Wie lange dauert eine Behandlung?
Die Behandlungsdauer richtet sich nach der ärztlichen Verordnung. Üblich sind 30, 45 oder 60 Minuten. Welche Dauer für Sie sinnvoll ist, hängt von Ihrem Krankheitsbild und dem Umfang der Schwellung ab.
Benötige ich eine ärztliche Verordnung?
Für gesetzlich Versicherte wird die manuelle Lymphdrainage in der Regel auf ärztliche Verordnung durchgeführt. Privatversicherte sollten die Kostenübernahme vorab mit ihrer Versicherung klären.
Was bedeuten MLD 30, MLD 45 und MLD 60?
MLD 30, MLD 45 und MLD 60 bezeichnen die vorgesehene Therapiezeit der Manuellen Lymphdrainage: 30, 45 oder 60 Minuten.
Welche Therapiezeit erforderlich ist, richtet sich heute stärker nach dem Stadium des Lymph- oder Lipödems und dem individuellen Behandlungsbedarf.
Die Ärztin oder der Arzt kann weiterhin eine konkrete Therapiezeit wie MLD 30, MLD 45 oder MLD 60 verordnen. Seit Oktober 2024 ist bei bestimmten Verordnungen aber auch die Angabe „MLD“ ohne feste Therapiezeit möglich.
In diesem Fall entscheidet die behandelnde Physiotherapeutin oder der behandelnde Physiotherapeut anhand des Befundes und der Vorgaben der Heilmittel-Richtlinie, ob 30, 45 oder 60 Minuten erforderlich sind. Voraussetzung ist unter anderem, dass das Stadium des Lymph- oder Lipödems über den entsprechenden ICD-10-Code aus der Verordnung hervorgeht.
Muss ich nach der Lymphdrainage Kompressionsstrümpfe tragen?
Bei vielen Lymph- und Ödemerkrankungen gehört die Kompression zur Behandlung dazu. Die manuelle Lymphdrainage und eine passende Kompressionsversorgung ergänzen sich und tragen dazu bei, den Behandlungserfolg langfristig zu sichern.
Kann ich nach der Behandlung Sport treiben?
Leichte Bewegung wie Spazierengehen oder individuell angepasste Übungen sind häufig sinnvoll, da die Muskelaktivität den Lymphabfluss unterstützt. Welche Belastung in Ihrem Fall geeignet ist, besprechen wir gerne mit Ihnen.
Wann kann ich eine Veränderung bemerken?
Wie schnell sich eine Schwellung oder ein Spannungsgefühl verändert, ist individuell unterschiedlich und hängt unter anderem von der Ursache und Ausprägung des Ödems sowie von begleitenden Maßnahmen ab. Bei chronischen Lymphödemen ist die Manuelle Lymphdrainage häufig Bestandteil eines längerfristigen Behandlungskonzeptes mit Kompression, Bewegung, Hautpflege und Selbstmanagement.
Kann die manuelle Lymphdrainage nach einer Operation helfen?
Ja. Nach Operationen oder Verletzungen entstehen häufig Schwellungen. Die manuelle Lymphdrainage kann den Abtransport überschüssiger Gewebsflüssigkeit unterstützen und so den Heilungsverlauf begleiten.
Gibt es Erkrankungen, bei denen keine Lymphdrainage durchgeführt werden darf?
Ja. Bei bestimmten Erkrankungen – beispielsweise einer akuten Infektion, einer unbehandelten Herzschwäche oder einer akuten Thrombose – ist die Behandlung nicht oder nur nach ärztlicher Rücksprache geeignet. Deshalb erfolgt vor Beginn der Therapie immer eine sorgfältige Befunderhebung.
Kann ich selbst etwas tun, um den Behandlungserfolg zu unterstützen?
Ja. Je nach Erkrankung helfen regelmäßige Bewegung, das Tragen von Kompressionsstrümpfen, eine gute Hautpflege und die konsequente Umsetzung der Empfehlungen Ihrer Therapeutin oder Ihres Therapeuten. Gemeinsam erstellen wir einen individuellen Behandlungsplan, der zu Ihrem Alltag passt.
Unsere speziell qualifizierten Lymphtherapeuten
Für die Manuelle Lymphdrainage verfügen in unserem Team Julia Annowsky, Falk Scheibner, Martin Bärmann, Mandy Werkstätter, Erik Püschel, Wolfgang Greb, Katharina Daniel und Kirstin Fokuhl über die entsprechende physiotherapeutische Zusatzqualifikation.
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Ob nach einer Operation, Verletzung oder bei einer chronischen Lymphabflussstörung – wir beraten Sie gerne persönlich und unterstützen Sie mit einer individuell abgestimmten Therapie.
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Quellen und weiterführende Informationen
Die manuelle Lymphdrainage kann bei bestimmten Lymph- und Ödemerkrankungen Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie sein. Welche Maßnahmen im Einzelfall erforderlich sind, richtet sich nach der ärztlichen Diagnose, dem individuellen Befund und der Verordnung.
- Gemeinsamer Bundesausschuss: Heilmittel-Richtlinie und Heilmittelkatalog
- Gemeinsamer Bundesausschuss: Informationen zur Verordnung von Heilmitteln
- GKV-Spitzenverband: Leistungsbeschreibung Physiotherapie
- International Society of Lymphology: Konsensuspapier zur Diagnostik und Behandlung peripherer Lymphödeme
Die Quellen dienen der allgemeinen fachlichen Einordnung. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose oder individuelle physiotherapeutische Untersuchung.
Fachlich geprüft
Ines Beger
Physiotherapeutin · Heilpraktikerin · Osteopathin
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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026