Die Behandlung mit Blutegeln gehört zu den Ausleitungsverfahren wie auch Aderlass und Schröpfen, das Abführen oder Fasten.Bei der Blutegeltherapie nutzt man drei Komponenten - die Wirkstoffe des Speichels, den Bissreiz und die Nachblutung. Besonders interessant ist das Hirudin als Bestandteil des Speichels. Es ist gerinnungshemmend, beschleunigt den Lymphabfluß, wirkt antithrombotisch, krampflösend und schmerzstillend. Durch das 30-90 minütige Saugen und die Nachblutung werden pro Egel ca. 30 ml Blut aus dem Gewebe ausgeleitet. Das führt zu einer allgemeinen Entlastung der lokalen Entzündung, wirkt blutreinigend und entgiftend.Die Behandlung dauert in der Regel zwei Stunden. Der Egel hat einen spitzen Mund mit 240 messerscharfen, winzigen Zähnen und mit einem kleinen Saugnapf und Rezeptoren für Wärme, Berührung sowie zur chemischen Analyse. Wenn die Hautoberfläche zwischen 35 und 40 Grad Celsius aufweist und nach Glukose und Schweiß schmeckt, beißt er zu. Das tut kaum weh, denn der Egel sondert bei seinem Biss zahlreiche lokal betäubende und auch schmerzstillende Substanzen in die Wunde ab. Manche schildern den Biss wie das Gefühl bei einem Mückenstich, bei anderen geht das schon eher in Richtung Wespenstich.Das Wandern des Egels, sein Entfernen von der erwünschten Behandlungsstelle wird durch Überstülpen eines Schröpfglases verhindert. Hat der Egel gebissen, lässt man ihn ungestört saugen, bis er nach zwanzig bis 60 Minuten von allein abfällt. Die Wunde wird dann steril abgedeckt und locker mit einem dicken saugfähigen Verband versorgt, damit die Nachblutung nicht behindert wird.Die Beschwerden klingen meistens schon nach einer Sitzung ab und können im Abstand von vier bis sechs Wochen wiederholt werden. Verändern sich die Beschwerden auf drei Behandlungsversuche nicht, ist ein weiterer Therapieerfolg unwahrscheinlich.Man muss wissen, dass eine kleine sternförmige Narbe zurück bleibt, die nach einiger Zeit verblassen wird. Als häufigste Nebenwirkungen (>1/10) treten der Juckreiz, die Rötung der Bissstelle, die rot-violette Verfärbung der Bissränder und die regionale Lymphknotenschwellung auf. Häufig (>1/100) kommt es zu starken Nachblutungen, zu eng lokalisierten Entzündungen mit Juckreiz, lokal begrenzten allergischen Symptomen und mehrtätigen Anschwellen des Behandlungsareales. Gelegentlich (>1/1000) kann es zu einem starken Blutdruckabfall kommen. Selten (>1/10000) treten ausgeprägte Entzündungen der Lymphbahnen oder allergische Reaktionen auf. Sehr selten (>1/100000) kann auch eine systematische Infektion mit Sepsis, ein transfusionsbedürftiger Blutverlust oder eine Anaphylaxie auftreten.Bei Einnahme von Gerinnungshemmern oder Gerinnungsstörungen kann die Behandlung nicht zur Anwendung kommen.

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