Die Ausbildung in Manueller Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle physiotherapeutische Weiterbildung für die Behandlung von Menschen mit Lymphödemen und anderen Schwellungszuständen.
Sie erweitert die allgemeine physiotherapeutische Ausbildung um vertiefte Kenntnisse über das Lymphsystem, die Entstehung und Beurteilung von Ödemen sowie die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE).
Dabei geht es nicht nur um das Erlernen bestimmter Handgriffe. Lymphtherapeutinnen und Lymphtherapeuten beschäftigen sich ebenso mit Kompression, Bewegung, Hautpflege, Selbstmanagement und der Frage, welche Maßnahmen bei unterschiedlichen Ödemformen sinnvoll sind.
Was lernen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in der MLD-Ausbildung?
Zu den wichtigen Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:
- Anatomie und Physiologie des Lymphsystems
- Funktion der Lymphgefäße und Lymphknoten
- Entstehung unterschiedlicher Ödemformen
- primäre und sekundäre Lymphödeme
- postoperative und posttraumatische Schwellungen
- Befundaufnahme bei Lymph- und Ödemerkrankungen
- Grifftechniken der Manuellen Lymphdrainage
- Anpassung der Behandlung an die betroffene Körperregion
- Kompressionstherapie
- Bewegung innerhalb der Entstauungstherapie
- Hautpflege
- Anleitung zum Selbstmanagement
- Gegenanzeigen und besondere Vorsichtsmaßnahmen
- Behandlungsplanung innerhalb der KPE
Komplexe Physikalische Entstauungstherapie
Die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) besteht aus mehreren miteinander verbundenen Maßnahmen.
Dazu können – abhängig vom individuellen Befund und der Behandlungsphase – gehören:
- Manuelle Lymphdrainage
- Kompression
- Bewegung
- Hautpflege
- Selbstmanagement
Deshalb vermittelt die Weiterbildung wesentlich mehr als die reine Durchführung der Manuellen Lymphdrainage.
Gerade bei chronischen Lymphödemen ist die Kombination verschiedener Maßnahmen von besonderer Bedeutung.
Manuelle Lymphdrainage
Bei der Manuellen Lymphdrainage werden spezielle, überwiegend sanfte und rhythmische Grifftechniken eingesetzt.
Die Behandlung unterscheidet sich deutlich von einer klassischen Massage. Im Mittelpunkt steht nicht die Behandlung verspannter Muskulatur, sondern die gezielte Behandlung von Schwellungen und Störungen des Lymphabflusses.
Wie die Behandlung in unserer Praxis konkret abläuft, erklären wir auf unserer Leistungsseit
→ Manuelle Lymphdrainage in Leipzig
Kompression und Bewegung
Ein wichtiger Teil der Weiterbildung ist das Verständnis dafür, dass die Manuelle Lymphdrainage bei vielen Lymphödemen nicht isoliert betrachtet werden sollte.
Eine geeignete Kompressionsversorgung kann helfen, das nach einer Entstauung erreichte Ergebnis zu stabilisieren. Gleichzeitig unterstützt körperliche Aktivität über die Muskelpumpe den Flüssigkeitstransport.
Patientinnen und Patienten lernen deshalb je nach Befund auch geeignete Bewegungs- und Selbstmanagementstrategien kennen.
Sicherheit und Gegenanzeigen
Die Ausbildung vermittelt ebenfalls, wann eine Manuelle Lymphdrainage nicht beziehungsweise nur nach medizinischer Abklärung durchgeführt werden sollte.
Vor einer Behandlung werden deshalb Diagnose, ärztliche Verordnung, Begleiterkrankungen und der individuelle Befund berücksichtigt.
Die Zusatzqualifikation ermöglicht eine fachgerechte Durchführung der MLD, ersetzt aber keine ärztliche Diagnostik bei unklaren oder neu auftretenden Schwellungen.
Diese Qualifikation in unserem Team
Über die Zusatzqualifikation in Manueller Lymphdrainage verfügen in unserer Praxis:
- Julia Annowsky – Lymphtherapeutin
- Falk Scheibner – Lymphtherapeut
- Martin Bärmann – Lymphtherapeut
- Mandy Werkstätter – Lymphtherapeutin
- Erik Püschel – Lymphtherapeut
- Wolfgang Greb – Lymphtherapeut
- Katharina Daniel – Lymphtherapeutin
- Kirstin Fokuhl – Lymphtherapeutin
Die individuellen Behandlungsschwerpunkte und weiteren Qualifikationen finden Sie auf den jeweiligen Teamseiten.
Manuelle Lymphdrainage als Behandlung in unserer Praxis
Über die Autorin
Ines Beger
Physiotherapeutin · Osteopathin · Heilpraktikerin
Zuletzt aktualisiert: August 2026