Die Fortbildung im Notfallmanagement gehört in unserer Praxis zur wichtigen fachlichen Vorbereitung für den Umgang mit unerwarteten medizinischen Situationen.
Auch in einer Physiotherapiepraxis können plötzlich gesundheitliche Notfälle auftreten. Deshalb ist es wichtig, mögliche Warnzeichen zu erkennen, die Situation schnell einzuschätzen und bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes strukturiert zu handeln.
Zu den zentralen Inhalten des Notfallmanagements gehören insbesondere:
- Erkennen einer medizinischen Notfallsituation
- Einschätzen von Bewusstsein und Atmung
- Absetzen eines Notrufs
- Herz-Lungen-Wiederbelebung
- Umgang mit einem automatisierten externen Defibrillator (AED)
- lebensrettende Sofortmaßnahmen
- strukturiertes Vorgehen im Notfall
- regelmäßige Auffrischung praktischer Abläufe
Warum ist Notfallmanagement in einer Physiotherapiepraxis wichtig?
Patientinnen und Patienten kommen mit sehr unterschiedlichen gesundheitlichen Voraussetzungen zu uns.
Neben orthopädischen und neurologischen Erkrankungen behandeln wir beispielsweise auch Menschen nach Operationen, mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder weiteren Vorerkrankungen.
Unabhängig von der eigentlichen physiotherapeutischen Behandlung kann sich eine akute medizinische Situation unerwartet entwickeln.
Eine Fortbildung im Notfallmanagement hilft dabei, in einer solchen Situation nicht unvorbereitet zu sein, sondern nach einem klaren Ablauf vorzugehen.
Herz-Lungen-Wiederbelebung
Ein wichtiger Bestandteil des Notfallmanagements ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW).
Dabei werden die grundlegenden Abläufe regelmäßig praktisch wiederholt. Gerade Maßnahmen, die im Berufsalltag glücklicherweise nur selten benötigt werden, müssen so trainiert werden, dass sie im Ernstfall möglichst sicher abgerufen werden können.
Dazu gehören unter anderem:
- Bewusstsein kontrollieren
- Atmung beurteilen
- Rettungsdienst alarmieren
- Herzdruckmassage beginnen
- vorhandenen AED einsetzen
Umgang mit dem AED
Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) kann bei bestimmten lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen eingesetzt werden.
Das Gerät analysiert den Herzrhythmus und gibt klare sprachliche beziehungsweise visuelle Anweisungen zum weiteren Vorgehen.
Die Schulung im Umgang mit einem AED gehört deshalb zu unserem Notfallmanagement.
Strukturiertes Handeln statt Improvisation
In einer Notfallsituation können Stress und Zeitdruck erheblich sein.
Deshalb ist es wichtig, Aufgaben klar zu verteilen und nach einem bekannten Schema vorzugehen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Situation erkennen und absichern
- Zustand der betroffenen Person überprüfen
- Hilfe organisieren und Notruf 112 veranlassen
- notwendige Sofortmaßnahmen beginnen
- Rettungsdienst einweisen
- Maßnahmen bis zur Übergabe fortführen
Die regelmäßige Beschäftigung mit diesen Abläufen unterstützt ein möglichst koordiniertes Vorgehen im Ernstfall.
Notfallmanagement ersetzt keine medizinische Notfallversorgung
Unsere Fortbildungen im Notfallmanagement dienen dazu, medizinische Notfälle frühzeitig zu erkennen und Erste-Hilfe-Maßnahmen einzuleiten.
Sie ersetzen selbstverständlich weder den Rettungsdienst noch die ärztliche Notfallversorgung.
Bei einem medizinischen Notfall wird deshalb unverzüglich die professionelle Notfallversorgung über 112 veranlasst.
Notfallmanagement in unserem Team
Die Fortbildung im Notfallmanagement gehört in unserer Praxis zur fachlichen Vorbereitung des gesamten therapeutischen Teams.
- Ines Beger
- Julia Annowsky
- Falk Scheibner
- Martin Bärmann
- Mandy Werkstätter
- Erik Püschel
- Wolfgang Greb
- Vincent Böhm
- Katharina Daniel
- Kirstin Fokuhl
Die regelmäßige Beschäftigung mit Notfallsituationen, Wiederbelebung und strukturierten Abläufen unterstützt uns dabei, auch in unerwarteten Situationen möglichst sicher und koordiniert zu handeln.
Über die Autorin
Ines Beger
Physiotherapeutin · Osteopathin · Heilpraktikerin
Zuletzt aktualisiert: August 2026