Craniomandibuläre Dysfunktion CMD
 
Patienten mit Störungen der Kiefergelenke leiden häufig unter Kieferknacken. Obwohl der körperliche Leidensdruck in Form von Schmerzen meist nicht sehr hoch ist, können sich Kiefergeräusche negativ auf das soziale Zusammensein auswirken. Zudem verändert sich mit einem sich verstärkenden Geräuschverlauf häufig auch die Mechanik, beispielsweise durch einseitige Belastungen bedingt durch ein Vermeidungsverhalten und ungünstige Veränderuungen von Bewegungsachsen. Diese Parameter sind häufig sogenannte auslösende oder unterhaltende Faktoren einer CMD-Entwicklung. 
 
CMD und Gelenkgeräusche entstehen meist durch verschiedenste Ursachen. Um die Verhältnisse des Bisses zu beurteilen, gilt es nach Fehlfunktionen wie Zungen- und Zähnepressen, Zähneknirschen und Zahnveränderungen, Zustände nach Zahnbehandlungen wie Extraktionen oder Kronenversorgung zu schauen. Probleme treten auch durch ständiges Kaugummikauen auf. Häufig sind zudem Verspannungen der Muskulatur vorhanden, die im Zusammenhang mit Stress entstehen. 
 
Kiefergeräusche kann man grundlegend in zwei Kategorien einteilen. Die erste Kategorie beinhaltet sogenannten Reibegeräusche unterschiedlicher Intensität und Lautstärke. Meist ist das ein Anzeichen für eine Degeneration. Dazu passen weitere Symptome wie Fehlbisse, alte Kieferverletzungen oder konstante Überlastungen bei Stress.
Bei Geräuschen der zweiten Kategorie handelt es sich um Knackphänomene, die zudem die Gelenkmechanik nachhaltig verändern. Häufige Ursachen sind Diskusveränderungen.
 
In einer effektiven Therapie kommen sowohl Techniken wie manuelle Mobilisation, Weichteiltechniken, neurodynamische Mobilisationstechniken und fasziale Entspannungstechniken als auch aktive Übungsbehandlungen zum Einsatz.
 

Seit 01.07.2019 traten die bundesweit einheitlichen Preise in Kraft, die Physiotherapeuten für ihre erbrachten Leistungen bei Kostenträgern abrechnen. Ab sofort bekommen zum ersten mal alle Therapeuten, die in Deutschland dieselbe Behandlung durchführen, dasselbe Geld dafür vergütet. Damit ist eine Neuerung, die das Terminservice- und Versorgungsgesetz mit sich bringt, umgesetzt.

Beispielsweise gibt es nun für eine Manuelle Therapie 25,35 €. Dadurch erhöhen sich auch die Zuhalungen für die Patienten. Pro Rezept werden immer 10% vom Behandlungspreis und 10,00 € Rezeptgebühr fällig.

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