Die Neuraltherapie ist eine invasive Behandlungsmethode, bei der Lokalanästhetika – in unserer Praxis überwiegend Procain – gezielt injiziert werden.
Für eine verantwortungsvolle Anwendung sind deshalb fundierte Kenntnisse in Anatomie, Injektionstechniken, Pharmakologie, Kontraindikationen, Hygiene und Notfallmanagement besonders wichtig.
In unserer Praxis wird die Neuraltherapie ausschließlich von Ines Beger durchgeführt. Sie verfügt über eine spezielle Neuraltherapie-Ausbildung nach Huneke und über die allgemeine Heilpraktikererlaubnis.
Was vermittelt die Neuraltherapie-Ausbildung?
Eine fundierte Neuraltherapie-Weiterbildung vermittelt sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Fähigkeiten für den sicheren Umgang mit verschiedenen Injektionstechniken.
Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:
- funktionelle und topografische Anatomie
- Grundlagen der Neuraltherapie
- Eigenschaften und Anwendung von Lokalanästhetika
- Umgang mit Procain
- Quaddeltechniken
- segmentale Injektionstechniken
- Injektionen an ausgewählten Muskel- und Sehnenstrukturen
- Narbenbehandlung
- steriles und hygienisches Arbeiten
- Indikationen und Kontraindikationen
- mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen
- Erkennen unerwünschter Reaktionen
- Notfallmaßnahmen
- praktische Durchführung und sichere Nadelführung
Neuraltherapie nach Huneke
Die Neuraltherapie nach Huneke geht historisch auf die Ärzte Ferdinand und Walter Huneke zurück.
Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Injektionstechniken mit einem Lokalanästhetikum. Je nach Befund können beispielsweise oberflächliche Quaddelungen, lokale oder segmentale Injektionen eingesetzt werden.
Historische Erklärungsmodelle der Neuraltherapie sind dabei von heutigen medizinischen Erkenntnissen zu unterscheiden. Für uns stehen deshalb Anatomie, individueller Befund, mögliche Risiken und eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung im Vordergrund.
Warum sind anatomische Kenntnisse besonders wichtig?
Bei einer Injektion wird die Hautbarriere durchbrochen. Abhängig von der Injektionstechnik befinden sich in der Umgebung unter anderem Blutgefäße, Nerven und andere anatomische Strukturen.
Die Neuraltherapie-Ausbildung vertieft deshalb insbesondere die anatomische Orientierung und die sichere Auswahl von Injektionsstellen.
Die Kenntnisse aus weiteren Fortbildungen ergänzen dieses Wissen. Dazu gehören bei Ines Beger unter anderem:
- Osteopathie-Ausbildung
- Funktionelle Neuroanatomie und Neuromotorik
- Radiologiebefundung in der Physiotherapie
- Notfallmanagement
Procain und Lokalanästhetika
Bei der Neuraltherapie werden örtlich wirksame Betäubungsmittel eingesetzt. In unserer Praxis verwenden wir überwiegend Procain.
Eine entsprechende Weiterbildung vermittelt deshalb auch Kenntnisse über das verwendete Arzneimittel, seine Anwendung sowie mögliche unerwünschte Wirkungen und Gegenanzeigen.
Vor einer Behandlung müssen unter anderem bestehende Erkrankungen, Allergien und eingenommene Medikamente berücksichtigt werden.
Wie die konkrete Behandlung durchgeführt wird, welche Nebenwirkungen möglich sind und was vor und nach einem Termin zu beachten ist, erklären wir ausführlich auf unserer Leistungsseite:
Kontraindikationen und Sicherheit
Ein wichtiger Teil der Neuraltherapie-Ausbildung ist das Erkennen von Situationen, in denen eine Injektion nicht oder nur nach sorgfältiger medizinischer Abwägung durchgeführt werden sollte.
Dazu gehören je nach Situation beispielsweise:
- bekannte Allergien gegen das verwendete Lokalanästhetikum
- bestimmte Gerinnungsstörungen
- gerinnungshemmende Medikamente
- Infektionen im Bereich der vorgesehenen Injektionsstelle
- bestimmte schwere Allgemeinerkrankungen
- unklare Beschwerden, die zunächst ärztlich abgeklärt werden sollten
Vor jeder Neuraltherapie erfolgt deshalb eine individuelle Anamnese, Untersuchung und Aufklärung.
Notfallmanagement gehört zur Qualifikation
Auch bei sorgfältiger Durchführung können bei Injektionen unerwünschte Reaktionen auftreten.
Deshalb gehört zum verantwortungsvollen Umgang mit Neuraltherapie nicht nur das Erlernen der Injektionstechnik, sondern auch das Erkennen möglicher Komplikationen und ein strukturiertes Vorgehen im medizinischen Notfall.
Ines Beger verfügt deshalb zusätzlich über regelmäßige Fortbildungen im Notfallmanagement.
Heilpraktikererlaubnis als rechtliche Grundlage
Die fachliche Neuraltherapie-Fortbildung allein ist von der rechtlichen Erlaubnis zur eigenständigen Ausübung der Heilkunde zu unterscheiden.
Ines Beger verfügt über die allgemeine Heilpraktikererlaubnis und kann Patientinnen und Patienten deshalb im Rahmen ihrer heilpraktischen Tätigkeit eigenständig untersuchen und – soweit medizinisch geeignet – behandeln.
Wie die Heilpraktikererlaubnis in Sachsen erworben wird und welche medizinischen Kenntnisse bei der Kenntnisüberprüfung verlangt werden, erklären wir auf unserer separaten Qualifikationsseite:
Heilpraktikererlaubnis in Sachsen – Kenntnisüberprüfung und Vorbereitung
Neuraltherapie ist kein festes Behandlungsschema
Die absolvierte Weiterbildung bedeutet nicht, dass Neuraltherapie bei bestimmten Beschwerden automatisch eingesetzt wird.
Entscheidend sind:
- Anamnese
- körperliche Untersuchung
- vorliegende Diagnosen
- mögliche Gegenanzeigen
- individuelle Beschwerden
- Nutzen und Risiken der Behandlung
- persönliche Behandlungsziele
Wenn eine Neuraltherapie nicht geeignet erscheint oder eine weiterführende medizinische Abklärung erforderlich ist, wird auf die Injektion verzichtet beziehungsweise eine entsprechende ärztliche Untersuchung empfohlen.
Diese Qualifikation in unserem Team
Über die spezielle Neuraltherapie-Ausbildung nach Huneke verfügt in unserer Praxis:
Ines Beger
Ines Beger
Physiotherapeutin · Osteopathin · Heilpraktikerin
Sie verbindet ihre Neuraltherapie-Ausbildung mit ihren Kenntnissen aus Osteopathie, Manueller Therapie, funktioneller Neuroanatomie, Radiologiebefundung und Notfallmanagement.
Die Neuraltherapie wird in unserer Praxis ausschließlich von Ines Beger durchgeführt.
Ines Beger – Behandlungsschwerpunkte und weitere Qualifikationen
Von der Ausbildung zur Behandlung
Diese Seite informiert über die Neuraltherapie-Ausbildung und die fachliche Qualifikation.
Wenn Sie wissen möchten, wie die Neuraltherapie in unserer Praxis durchgeführt wird, wann sie bei ausgewählten Beschwerden infrage kommen kann, welche Risiken berücksichtigt werden und welche Kosten entstehen, finden Sie die Patienteninformationen auf unserer Leistungsseite:
Einen Überblick über unsere weiteren heilpraktischen Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten finden Sie hier:
Heilpraktikerbereich der Praxis Beger
Über die Autorin
Ines Beger
Physiotherapeutin · Osteopathin · Heilpraktikerin
Zuletzt aktualisiert: August 2026