Eine fundierte Osteopathie-Ausbildung vermittelt umfangreiche medizinische Grundlagen sowie theoretische und praktische Kenntnisse für die manuelle Untersuchung und osteopathische Behandlung.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem Anatomie, Physiologie, Biomechanik, Palpation und die differenzierte Untersuchung des Bewegungsapparates sowie verschiedener funktioneller Zusammenhänge.
In unserer Praxis verfügen Ines Beger, Falk Scheibner und Martin Bärmann über eine umfassende Osteopathie-Ausbildung.
Was vermittelt eine Osteopathie-Ausbildung?
Die Osteopathie-Ausbildung verbindet medizinisches Grundlagenwissen mit einer umfangreichen Schulung manueller Untersuchungs- und Behandlungstechniken.
Dabei lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur einzelne Techniken. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Fähigkeit, Befunde zu erheben, unterschiedliche Strukturen und Funktionen zu untersuchen und daraus eine nachvollziehbare therapeutische Entscheidung abzuleiten.
Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:
- Anatomie und Physiologie
- funktionelle Anatomie und Biomechanik
- Palpation und manuelle Untersuchung
- parietale Osteopathie
- viszerale Osteopathie
- craniosacrale Techniken
- Faszien und Bindegewebe
- Gelenkmechanik und Bewegungsanalyse
- neurologische und neuroanatomische Grundlagen
- klinische Befundaufnahme
- Kontraindikationen und Sicherheitsaspekte
- Clinical Reasoning
- praktische Untersuchung und Behandlung
Parietale Osteopathie
Die parietale Osteopathie beschäftigt sich insbesondere mit dem Bewegungsapparat.
Dazu gehören beispielsweise:
- Wirbelsäule
- Gelenke
- Muskulatur
- Sehnen
- Bänder
- Faszien
In der Ausbildung werden unterschiedliche Untersuchungs- und Behandlungstechniken erlernt. Je nach Befund können beispielsweise Mobilisationen, Weichteiltechniken, funktionelle Techniken oder aktive Maßnahmen eingesetzt werden.
Viele dieser Kenntnisse ergänzen sich mit Inhalten der Manuellen Therapie und anderen manuellen Weiterbildungen.
Viszerale Osteopathie
Die viszerale Osteopathie beschäftigt sich mit der manuellen Untersuchung von Bauch- und Brustraum sowie den umgebenden Geweben.
Die Ausbildung vermittelt anatomische Kenntnisse über Organe, Bindegewebe, Faszien und ihre räumlichen Beziehungen zu benachbarten Strukturen.
Dabei ist eine sorgfältige medizinische Einordnung besonders wichtig. Beschwerden im Bauchraum können zahlreiche Ursachen haben und müssen bei unklaren, neuen oder auffälligen Symptomen zunächst medizinisch abgeklärt werden.
Osteopathische Techniken ersetzen keine notwendige ärztliche Diagnostik.
Craniosacrale und funktionelle Techniken
Auch craniosacrale und funktionelle Techniken sind Bestandteil vieler umfangreicher Osteopathie-Ausbildungen.
Hierbei werden überwiegend sanfte manuelle Techniken eingesetzt. Historische osteopathische Erklärungsmodelle sind dabei von wissenschaftlich gesicherten anatomischen und physiologischen Erkenntnissen zu unterscheiden.
Für unsere praktische Arbeit stehen deshalb der individuelle Befund, die körperliche Untersuchung, Sicherheit und die nachvollziehbare therapeutische Zielsetzung im Vordergrund.
Palpation und praktische Ausbildung
Ein großer Teil einer Osteopathie-Ausbildung besteht aus praktischer Arbeit.
Palpation bezeichnet das gezielte Untersuchen von Gewebe und anatomischen Strukturen mit den Händen.
Dabei lernen Osteopathinnen und Osteopathen beispielsweise:
- anatomische Strukturen sicher zu orientieren,
- Beweglichkeit zu untersuchen,
- Gewebespannung einzuschätzen,
- Seitenunterschiede wahrzunehmen,
- Untersuchungsergebnisse miteinander zu vergleichen und
- die Relevanz eines Befundes kritisch zu beurteilen.
Die praktische Erfahrung wird über die gesamte Ausbildung hinweg wiederholt und vertieft.
Eine Osteopathie-Ausbildung ist mehr als das Erlernen einzelner Techniken
Eine umfangreiche Weiterbildung soll nicht dazu führen, bei jedem Patienten möglichst viele osteopathische Techniken anzuwenden.
Entscheidend ist vielmehr die Frage:
Welche Befunde sind für die individuellen Beschwerden tatsächlich relevant und welche Behandlung ist sinnvoll?
Deshalb gehören Anamnese, Untersuchung, medizinische Grundlagen und das Erkennen eigener therapeutischer Grenzen ebenso zur Ausbildung wie die manuellen Techniken selbst.
Umfang einer qualifizierten Osteopathie-Ausbildung
Die Berufs- und Ausbildungsbezeichnung Osteopath beziehungsweise Osteopathin ist in Deutschland nicht einheitlich staatlich als eigener Heilberuf geregelt.
Umso wichtiger sind nachvollziehbare Ausbildungsstandards.
Der Verband Freier Osteopathen e. V. (VFO) setzt für seine Zertifizierung unter anderem eine abgeschlossene Osteopathie-Ausbildung mit mindestens 1.350 Unterrichtsstunden voraus.
Eine solche mehrjährige Ausbildung umfasst umfangreiche theoretische und praktische Unterrichtsanteile und wird durch Prüfungen sowie weitere Fortbildungen ergänzt.
Osteopathie und Heilpraktikererlaubnis
Die Osteopathie-Ausbildung und die rechtliche Erlaubnis zur eigenständigen Ausübung der Heilkunde sind zwei unterschiedliche Dinge.
Ines Beger und Falk Scheibner verfügen zusätzlich über die allgemeine Heilpraktikererlaubnis.
Welche medizinischen Kenntnisse und Prüfungen hinter dieser Erlaubnis stehen, erklären wir auf unserer separaten Qualifikationsseite:
Heilpraktikererlaubnis in Sachsen – Kenntnisüberprüfung und Qualifikation
Osteopathie-Ausbildung und Krankenkassenzuschuss
Osteopathie gehört nicht zu den regulären Heilmitteln der gesetzlichen Krankenversicherung. Einige gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich jedoch freiwillig im Rahmen ihrer Satzungsleistungen an den Kosten.
Die Voraussetzungen unterscheiden sich von Krankenkasse zu Krankenkasse.
Häufig werden dabei bestimmte Anforderungen an die osteopathische Ausbildung und den Qualifikationsnachweis der behandelnden Person gestellt.
Da sich Erstattungsbedingungen ändern können, empfehlen wir Patientinnen und Patienten, die aktuellen Voraussetzungen vor Beginn einer Behandlung direkt bei ihrer Krankenkasse zu erfragen.
Diese Qualifikation in unserem Team
Über eine umfangreiche Ausbildung in Osteopathie verfügen in unserer Praxis:
Ines Beger
Ines Beger
Physiotherapeutin · Osteopathin · Heilpraktikerin
Ines verbindet ihre Osteopathie-Ausbildung unter anderem mit Weiterbildungen in Manueller Therapie, CMD am IFCFS, Neuraltherapie und Funktioneller Neuroanatomie und Neuromotorik.
Ines Beger – Behandlungsschwerpunkte und Qualifikationen
Falk Scheibner
Falk Scheibner
Physiotherapeut · Osteopath für Kinder und Erwachsene · Heilpraktiker
Falk verbindet seine Osteopathie-Ausbildung unter anderem mit Weiterbildungen in Ganzheitlicher Chiropraktik und manueller Gelenktherapie, Atlastherapie, Manueller Therapie und weiteren osteopathischen und heilpraktischen Qualifikationen.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auch in der osteopathischen Behandlung von Babys und Kindern.
Falk Scheibner – Behandlungsschwerpunkte und Qualifikationen
Martin Bärmann
Martin Bärmann
Physiotherapeut · Osteopath · Manualtherapeut
Martin verbindet seine Osteopathie-Ausbildung unter anderem mit Manueller Therapie, Ganzheitlicher Chiropraktik und manueller Gelenktherapie am DIC, Atlastherapie und CMD aix.
Martin Bärmann – Behandlungsschwerpunkte und Qualifikationen
Von der Ausbildung zur osteopathischen Behandlung
Diese Seite informiert über die Osteopathie-Ausbildung und die fachliche Qualifikation unseres Teams.
Wenn Sie wissen möchten, wie eine osteopathische Untersuchung und Behandlung in unserer Praxis abläuft, für welche Beschwerden sie infrage kommen kann, wie lange ein Termin dauert und welche Kosten entstehen, finden Sie die Patienteninformationen auf unserer Leistungsseite:
Osteopathie in Leipzig – Untersuchung und Behandlung
Einen Überblick über weitere heilpraktische Behandlungsmöglichkeiten finden Sie hier:
Heilpraktikerbereich der Praxis Beger
Über die Autorin
Ines Beger
Physiotherapeutin · Osteopathin · Heilpraktikerin
Zuletzt aktualisiert: August 2026