Die Neuraltherapie kann – nach sorgfältiger Untersuchung und wenn sie medizinisch sinnvoll erscheint – auch bei Beschwerden im Beckenbereich Bestandteil eines multimodalen Behandlungskonzeptes sein.
Narben nach Kaiserschnitt, Bauchoperationen oder gynäkologischen Eingriffen können die Beweglichkeit des Gewebes verändern. Im Rahmen unserer Untersuchung beurteilen wir, ob solche Narben oder funktionelle Zusammenhänge für die bestehenden Beschwerden eine Rolle spielen könnten.
Darüber hinaus berichten manche Frauen über Rückenschmerzen oder Beschwerden im Beckenbereich im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus, Endometriose oder nach operativen Eingriffen. Ob eine Neuraltherapie in diesen Fällen sinnvoll ist, entscheiden wir immer individuell und in Abhängigkeit der ärztlichen Diagnosen.
Auch Männer können unter chronischen Schmerzen im Beckenboden, im Dammbereich oder im unteren Rücken leiden. Funktionelle Beschwerden im Zusammenhang mit der Prostata oder chronische Beckenschmerzsyndrome können sich auf Muskulatur, Faszien und das Bewegungssystem auswirken. Deshalb beziehen wir bei entsprechenden Beschwerden auch urologische Befunde und funktionelle Zusammenhänge in unsere Untersuchung ein.
Die Neuraltherapie ersetzt dabei keine gynäkologische oder urologische Behandlung. Sie kann jedoch – wenn medizinisch angezeigt – eine ergänzende Maßnahme innerhalb eines Multimodale Schmerztherapiekonzeptes darstellen.
Wann kann eine Neuraltherapie sinnvoll sein?
Je nach Untersuchungsergebnis kann eine Neuraltherapie beispielsweise ergänzend in Betracht gezogen werden bei
- Narben nach Kaiserschnitt
- Narben nach gynäkologischen Operationen
- Narben nach Bauchoperationen
- chronischen Unterbauchschmerzen
- funktionellen Beschwerden im Beckenbereich
- chronischen Beckenschmerzsyndromen
- funktionellen Prostatabeschwerden
- ISG-Beschwerden und ISG-Blockade
- wiederkehrenden Lendenwirbelschmerzen in Kombination mit Narben oder funktionellen Zusammenhängen
Die Entscheidung erfolgt immer nach einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung.
Dieser Artikel basiert auf medizinischen Fachinformationen, unserer klinischen Erfahrung und dem individuellen Einsatz der Neuraltherapie im Rahmen eines multimodalen Behandlungskonzeptes. Die wissenschaftliche Evidenz ist je nach Beschwerdebild unterschiedlich ausgeprägt. Eine gynäkologische oder urologische Diagnostik wird dadurch nicht ersetzt.
Verantwortlich für den Inhalt
Ines Beger
Physiotherapeutin · Heilpraktikerin · Osteopathin
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Zuletzt aktualisiert
Juli 2026