Was umfasst die Physiotherapieausbildung? Drei Jahre Ausbildung, 2.900 Stunden Unterricht, 1.600 Stunden Praxis, staatliche Prüfung und Weiterbildungen unseres Teams.
Physiotherapieausbildung – staatlich geregelte Grundqualifikation
Die Physiotherapieausbildung bildet die fachliche Grundlage für die Tätigkeit als Physiotherapeutin oder Physiotherapeut.
Sie vermittelt umfangreiche Kenntnisse in Anatomie, Physiologie und Krankheitslehre sowie praktische Fähigkeiten zur physiotherapeutischen Untersuchung, Bewegungsanalyse und Behandlung.
Alle Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten unseres therapeutischen Teams verfügen über diese berufliche Grundqualifikation und haben sie durch unterschiedliche spezialisierte Fort- und Weiterbildungen ergänzt.
Wie lange dauert die Physiotherapieausbildung?
Die reguläre Ausbildung zur Physiotherapeutin beziehungsweise zum Physiotherapeuten ist in Deutschland gesetzlich geregelt und dauert drei Jahre.
Nach der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten umfasst sie mindestens:
- 2.900 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht
- 1.600 Stunden praktische Ausbildung in Krankenhäusern und anderen geeigneten medizinischen Einrichtungen
Die Ausbildung schließt mit einer staatlichen Prüfung ab.
Die Berufsbezeichnung „Physiotherapeutin“ beziehungsweise „Physiotherapeut“ darf nur geführt werden, wenn die entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind und die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung vorliegt.
Was lernen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten?
Die Ausbildung verbindet medizinische Grundlagen mit physiotherapeutischer Befunderhebung und praktischer Behandlung.
Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:
- Anatomie
- Physiologie
- Krankheitslehre
- Orthopädie und Traumatologie
- Chirurgie
- Innere Medizin
- Neurologie und Neurochirurgie
- Pädiatrie
- Geriatrie
- Rheumatologie
- Bewegungslehre
- Trainingslehre
- physiotherapeutische Befunderhebung
- Untersuchungstechniken
- krankengymnastische Behandlungstechniken
- Massage
- Elektrotherapie
- Wärme- und Kälteanwendungen
- Hydro- und Bewegungstherapie
- Prävention und Rehabilitation
Praktische Ausbildung in verschiedenen medizinischen Fachgebieten
Ein wesentlicher Teil der Ausbildung findet direkt in medizinischen Einrichtungen statt.
Die gesetzlich geregelte praktische Ausbildung umfasst unter anderem Einsätze in:
- Chirurgie
- Innerer Medizin
- Orthopädie
- Neurologie
- Pädiatrie
- Psychiatrie
- Gynäkologie
Dadurch lernen angehende Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten bereits während ihrer Ausbildung sehr unterschiedliche Krankheitsbilder und Behandlungssituationen kennen.
Physiotherapeutische Befundaufnahme
Physiotherapie besteht nicht nur aus dem Anwenden einzelner Behandlungstechniken.
Ein zentraler Bestandteil der Ausbildung ist die physiotherapeutische Befundaufnahme.
Dabei lernen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten beispielsweise:
- Bewegungen zu beobachten und zu untersuchen,
- Beweglichkeit zu messen,
- Kraft und Koordination einzuschätzen,
- funktionelle Einschränkungen zu erkennen,
- körperliche Belastbarkeit zu beurteilen,
- Therapieziele zu formulieren und
- einen individuellen Behandlungsplan zu entwickeln.
Welche Maßnahmen anschließend eingesetzt werden, richtet sich nach ärztlicher Diagnose und Verordnung, physiotherapeutischem Befund und den individuellen Therapiezielen.
Von der Grundausbildung zur Spezialisierung
Mit dem staatlichen Abschluss endet die fachliche Entwicklung nicht.
Viele physiotherapeutische Behandlungen erfordern zusätzliche Fort- und Weiterbildungen. In unserem Team bestehen deshalb unterschiedliche Spezialisierungen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Manuelle Therapie
- Manuelle Lymphdrainage
- Krankengymnastik am Gerät (KGG)
- Bobath
- PNF
- N.A.P.
- Schroth-Therapie
- CMD / Kieferbehandlung
- Osteopathie
Welche Zusatzqualifikation für eine Behandlung relevant ist, hängt vom jeweiligen Krankheitsbild und Therapieziel ab.
Physiotherapie ist nicht gleich jede Zusatzqualifikation
Die abgeschlossene Physiotherapieausbildung ist die berufliche Grundlage. Spezialisierte Qualifikationen bauen darauf auf.
So ist beispielsweise eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut nicht automatisch auch Manualtherapeut, Bobath-Therapeut, Schroth-Therapeut oder speziell für Krankengymnastik am Gerät qualifiziert.
Deshalb weisen wir auf unseren Teamseiten die jeweiligen Fortbildungen und Behandlungsschwerpunkte transparent aus.
Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in unserem Team
Die Physiotherapieausbildung bildet die gemeinsame berufliche Grundlage unseres therapeutischen Teams.
- Ines Beger – Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin
- Julia Annowsky – Physiotherapeutin
- Falk Scheibner – Physiotherapeut, Osteopath und Heilpraktiker
- Martin Bärmann – Physiotherapeut, Osteopath und Manualtherapeut
- Mandy Werkstätter – Physiotherapeutin mit Schwerpunkt Neurologie
- Erik Püschel – Physiotherapeut mit Schwerpunkt aktive Therapie und Schulter
- Wolfgang Greb – Physiotherapeut und Manualtherapeut
- Vincent Böhm – Physiotherapeut mit Schwerpunkt aktive Therapie und Schulter
- Katharina Daniel – Physiotherapeutin und Schroththerapeutin
- Kirstin Fokuhl – Physiotherapeutin und Schroththerapeutin
Auf den jeweiligen Teamseiten finden Sie die persönlichen Behandlungsschwerpunkte sowie die zusätzlichen Fort- und Weiterbildungen.
Unser gesamtes Team kennenlernen
Von der Ausbildung zur physiotherapeutischen Behandlung
Diese Seite beschreibt die berufliche Ausbildung und Grundqualifikation unserer Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten.
Wenn Sie sich über die konkreten physiotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten in unserer Praxis informieren möchten, finden Sie diese in unserer Leistungsübersicht:
Physiotherapie und unsere Behandlungsmöglichkeiten in Leipzig
Informationen zur klassischen Krankengymnastik finden Sie hier:
Rechtliche Grundlage der Physiotherapieausbildung
Die Ausbildung und die staatliche Prüfung sind im Gesetz über die Berufe in der Physiotherapie sowie in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten geregelt.
Die derzeit geltenden gesetzlichen Vorgaben sehen für die reguläre dreijährige Ausbildung mindestens 2.900 Stunden theoretischen und praktischen Unterricht sowie 1.600 Stunden praktische Ausbildung vor.
Gesetz über die Berufe in der Physiotherapie (MPhG)
Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Physiotherapeuten
Über die Autorin
Ines Beger
Physiotherapeutin · Osteopathin · Heilpraktikerin
Zuletzt aktualisiert: August 2026