• Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine seltene, fortschreitende Erkrankung des Nervensystems. Dabei werden die Nervenzellen geschädigt, die für die Steuerung unserer Muskulatur verantwortlich sind. Die Folge ist eine zunehmende

  • Die Bobath-Ausbildung für Erwachsene ist eine spezialisierte neurologische Weiterbildung für Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Sie baut auf der abgeschlossenen Physiotherapieausbildung und praktischer Berufserfahrung auf und vermittelt vertiefte Kenntnisse für die Befundaufnahme und Behandlung von Menschen mit neurologischen Erkrankungen.

    Unsere Physiotherapeutin Mandy Werkstätter absolvierte ihre Bobath-Weiterbildung beim WAD Fortbildungszentrum unter der Leitung von Gerda Fickert.

    Gerda Fickert war als Physiotherapeutin und IBITA-Bobath-Grundkurs-Instruktorin in der neurologischen Fortbildung tätig.

    Was ist die Bobath-Ausbildung?

    Das Bobath-Konzept wurde ursprünglich von Berta und Karel Bobath entwickelt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.

    Heute steht nicht das Einüben eines festen Behandlungsschemas im Mittelpunkt. Vielmehr lernen Therapeutinnen und Therapeuten, Bewegungsprobleme individuell zu analysieren und die Behandlung an den Fähigkeiten, Aktivitäten und persönlichen Zielen des jeweiligen Menschen auszurichten.

    Die Weiterbildung beschäftigt sich insbesondere mit Menschen, deren Bewegungsfähigkeit durch Erkrankungen oder Schädigungen des Nervensystems beeinträchtigt ist.

    Dazu gehören beispielsweise:

    • Schlaganfall
    • Multiple Sklerose
    • Parkinson-Syndrome
    • Schädel-Hirn-Traumata
    • andere Erkrankungen oder Schädigungen des zentralen Nervensystems

    Wie wir diese Kenntnisse konkret in der Behandlung einsetzen, erklären wir auf unserer Seite zur Bobath-Therapie in Leipzig.

    Inhalte der Bobath-Weiterbildung

    Ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung ist die systematische Verbindung von Befundaufnahme und Behandlung.

    Dabei lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem, Bewegungen und alltägliche Aktivitäten genau zu beobachten und therapeutische Entscheidungen daraus abzuleiten.

    Zu den Inhalten gehören insbesondere:

    • neurologische Befundaufnahme
    • Analyse von Haltung und Bewegung
    • posturale Kontrolle und Gleichgewicht
    • Bewegungsübergänge
    • Gehen und Gangaktivitäten
    • Aufstehen und Hinsetzen
    • Transfers
    • Arm- und Handfunktion
    • Koordination
    • Wahrnehmung
    • motorisches Lernen
    • funktionelle Bewegungsabläufe
    • therapeutische Fazilitation
    • individuelle Zielsetzung
    • Einbeziehung wichtiger Alltagsaktivitäten
    • praktische Behandlung neurologischer Patientinnen und Patienten

    Theorie und praktische Arbeit werden dabei eng miteinander verbunden.

    Bewegungsanalyse als Grundlage der Behandlung

    Ein wichtiger Bestandteil der Bobath-Ausbildung ist die Analyse menschlicher Bewegung.

    Die Therapeutin betrachtet beispielsweise nicht nur, ob ein Patient aufstehen oder gehen kann, sondern auch:

    • wie die Bewegung ausgeführt wird,
    • welche Körperabschnitte beteiligt sind,
    • wo Unterstützung benötigt wird,
    • welche Fähigkeiten bereits vorhanden sind und
    • welche Faktoren eine Bewegung erschweren.

    Dadurch kann die Behandlung gezielt an den individuellen Voraussetzungen des Menschen ausgerichtet werden.

    Posturale Kontrolle und Gleichgewicht

    Damit alltägliche Bewegungen wie Sitzen, Aufstehen, Gehen oder Greifen sicher ausgeführt werden können, muss der Körper seine Haltung ständig anpassen.

    Diese sogenannte posturale Kontrolle spielt deshalb in der Bobath-Ausbildung eine wichtige Rolle.

    Die Therapeutin lernt, Schwierigkeiten bei Haltung, Orientierung und Stabilität zu erkennen und diese bei der Planung der Behandlung zu berücksichtigen.

    Motorisches Lernen und Neuroplastizität

    Neurologische Rehabilitation beschäftigt sich auch mit der Fähigkeit des Nervensystems, sich durch Erfahrung und wiederholte Aktivität anzupassen.

    Deshalb spielen motorisches Lernen, Wiederholung und aktive Beteiligung eine wichtige Rolle.

    Therapeutische Maßnahmen werden möglichst mit Bewegungen verbunden, die für den persönlichen Alltag relevant sind.

    Das kann beispielsweise sein:

    • selbstständig aufzustehen,
    • sicherer zu gehen,
    • Treppen zu bewältigen,
    • einen Gegenstand zu greifen,
    • sich im Bett umzudrehen oder
    • einen Transfer sicherer durchzuführen.

    Entscheidend ist nicht eine vorgegebene Standardübung, sondern das individuelle Therapieziel.

    Befund und Behandlung gehören zusammen

    Ein wesentliches Prinzip der Weiterbildung ist, dass die Behandlung nicht unabhängig vom Befund erfolgt.

    Die Therapeutin beobachtet fortlaufend, wie sich Bewegungen und Aktivitäten verändern und passt ihre therapeutischen Maßnahmen entsprechend an.

    Dadurch entsteht ein kontinuierlicher Prozess aus:

    Beobachten → Befunden → Behandeln → Überprüfen → Anpassen

    Dieses Vorgehen ist besonders wichtig, weil sich neurologische Erkrankungen und ihre Auswirkungen von Mensch zu Mensch deutlich unterscheiden können.

    Bedeutung des Alltags

    Das Bobath-Konzept richtet den Blick stark auf die Aktivitäten, die ein Mensch im täglichen Leben benötigt.

    Dazu können beispielsweise gehören:

    • selbstständiges Anziehen
    • Körperpflege
    • Essen und Trinken
    • Aufstehen und Hinsetzen
    • Gehen
    • Treppensteigen
    • Greifen und Halten
    • Positionswechsel
    • sichere Fortbewegung im eigenen Zuhause

    Die therapeutische Arbeit soll deshalb möglichst einen Bezug zu den individuellen Alltagsanforderungen haben.

    Warum ist eine spezielle Weiterbildung notwendig?

    Neurologische Erkrankungen können sehr unterschiedliche Auswirkungen auf Bewegung, Wahrnehmung, Gleichgewicht und Selbstständigkeit haben.

    Eine allgemeine physiotherapeutische Ausbildung bildet dafür die fachliche Grundlage. Die Bobath-Weiterbildung vertieft dieses Wissen speziell für die neurologische Rehabilitation.

    Dabei werden Kenntnisse aus Neurologie, Bewegungsanalyse und therapeutischer Praxis miteinander verbunden.

    Für die Behandlung im Rahmen von KG-ZNS nach Bobath gelten darüber hinaus besondere Anforderungen an die entsprechende physiotherapeutische Zusatzqualifikation.

    Bobath ist kein starres Übungsprogramm

    Das Bobath-Konzept besteht nicht aus einer festgelegten Sammlung von Übungen, die bei jedem Patienten gleich durchgeführt wird.

    Die therapeutische Vorgehensweise orientiert sich vielmehr an:

    • der neurologischen Erkrankung,
    • dem individuellen Befund,
    • vorhandenen Fähigkeiten,
    • den persönlichen Zielen,
    • den Anforderungen des Alltags und
    • der aktuellen Entwicklung während der Therapie.

    Deshalb kann eine Bobath-Behandlung bei zwei Menschen mit derselben medizinischen Diagnose ganz unterschiedlich aussehen.

    Diese Qualifikation in unserem Team

    In unserer Praxis verfügt Mandy Werkstätter über die Bobath-Qualifikation für Erwachsene.

    Ihr besonderer therapeutischer Schwerpunkt liegt in der neurologischen und neuroorthopädischen Physiotherapie. Neben Bobath verfügt sie über weitere neurologische Zusatzqualifikationen wie PNF und N.A.P. und kann unterschiedliche therapeutische Ansätze entsprechend dem individuellen Befund miteinander verbinden.

    Mandy Werkstätter – Behandlungsschwerpunkte und Qualifikationen

    Von der Ausbildung zur Behandlung

    Diese Seite beschreibt die fachliche Weiterbildung und Qualifikation im Bobath-Konzept.

    Wenn Sie wissen möchten, wie die Bobath-Therapie bei neurologischen Erkrankungen eingesetzt wird, welche Beschwerden behandelt werden können und wie eine Therapie abläuft, finden Sie weitere Informationen hier:

    Bobath-Therapie in Leipzig

    Für einen umfassenderen Überblick über unsere Behandlungsmöglichkeiten bei Schlaganfall, Parkinson, Multipler Sklerose und anderen neurologischen Erkrankungen:

    Neurologische Physiotherapie und KG-ZNS in Leipzig

    Fachliche Einordnung

    Das Bobath-Konzept wird in der neurologischen Rehabilitation eingesetzt und fortlaufend auf Grundlage neuer Erkenntnisse aus Neuro- und Bewegungswissenschaften weiterentwickelt.

    Die konkrete physiotherapeutische Behandlung richtet sich immer nach der ärztlichen Diagnose, der Verordnung, dem individuellen physiotherapeutischen Befund und den persönlichen Therapiezielen.

    Die Zusatzqualifikation ersetzt keine ärztliche Diagnostik.

    Über die Autorin

    Ines Beger
    Physiotherapeutin · Osteopathin · Heilpraktikerin

    Als Inhaberin der Praxis Beger legt Ines Beger Wert auf fachliche Weiterbildung und unterschiedliche Spezialisierungen innerhalb des Teams.

    Fachlich geprüft von Ines Beger
    Zuletzt aktualisiert: August 2026

  • Die N.A.P.-Therapie (Neuroorthopädische Aktivitätsabhängige Plastizität) verbindet neurologische und orthopädische Betrachtungsweisen innerhalb der Physiotherapie.

  • Morbus Parkinson ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung des Nervensystems.

  • Die PNF-Ausbildung ist eine spezialisierte physiotherapeutische Weiterbildung. PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation und beschäftigt sich intensiv mit menschlicher Bewegung, motorischer Kontrolle und der gezielten therapeutischen Unterstützung funktioneller Aktivitäten.

    Sie baut auf der Physiotherapieausbildung auf und erweitert die Kenntnisse von Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten insbesondere in den Bereichen Bewegungsanalyse, Neurologie und funktionelle Rehabilitation.

    In unserer Praxis verfügen Mandy Werkstätter und Wolfgang Greb über diese Zusatzqualifikation.

    Was bedeutet PNF?

    Die Abkürzung PNF steht für:

    Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation

    Propriozeption bezeichnet vereinfacht die Wahrnehmung von Stellung und Bewegung des eigenen Körpers. Informationen aus Muskeln, Sehnen und Gelenken tragen dazu bei, Bewegungen zu planen und zu kontrollieren.

    „Neuromuskulär“ beschreibt das Zusammenspiel von Nervensystem und Muskulatur.

    „Fazilitation“ bedeutet in diesem Zusammenhang, eine Bewegung oder Aktivität therapeutisch zu erleichtern beziehungsweise zu unterstützen.

    PNF wurde ursprünglich für die neurologische Rehabilitation entwickelt und im Laufe der Zeit auch auf weitere physiotherapeutische Anwendungsbereiche übertragen.

    Was lernen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in der PNF-Ausbildung?

    Die Weiterbildung verbindet theoretische Grundlagen mit intensiver praktischer Arbeit.

    Zu den Ausbildungsinhalten gehören unter anderem:

    • Analyse von Haltung und Bewegung
    • funktionelle Bewegungsabläufe
    • dreidimensionale Bewegungsmuster
    • motorisches Lernen
    • motorische Kontrolle
    • propriozeptive Wahrnehmung
    • therapeutische Fazilitation
    • gezielter Einsatz von Widerständen
    • Berührungs- und Kontaktreize
    • verbale und visuelle Anleitung
    • Bewegungsübergänge
    • Rumpfkontrolle
    • Arm- und Beinfunktionen
    • Koordination
    • Gleichgewicht
    • Gehen und andere Alltagsaktivitäten
    • individuelle Befundaufnahme
    • Formulierung funktioneller Therapieziele
    • Anpassung der Behandlung an vorhandene Fähigkeiten

    Dabei geht es nicht darum, bestimmte Bewegungsmuster bei jedem Menschen nach demselben Schema anzuwenden.

    Die Auswahl der therapeutischen Maßnahmen richtet sich nach dem individuellen Befund und dem persönlichen Therapieziel.

    Funktionelle Bewegung steht im Mittelpunkt

    PNF betrachtet Bewegung nicht isoliert auf der Ebene einzelner Muskeln.

    Im Alltag müssen zahlreiche Körperbereiche miteinander zusammenarbeiten – beispielsweise beim:

    • Aufstehen
    • Hinsetzen
    • Gehen
    • Treppensteigen
    • Greifen
    • Anziehen
    • Drehen im Bett
    • Stabilisieren des Rumpfes
    • Erreichen eines Gegenstandes

    In der Weiterbildung lernen Therapeutinnen und Therapeuten deshalb, Bewegungsabläufe zu analysieren und vorhandene Fähigkeiten gezielt in die Behandlung einzubeziehen.

    Dreidimensionale Bewegungsmuster

    Ein charakteristisches Element von PNF sind dreidimensionale Bewegungsmuster.

    Viele natürliche Bewegungen verlaufen nicht ausschließlich gerade nach vorne, hinten oder zur Seite. Vielmehr kombinieren sie verschiedene Bewegungsrichtungen miteinander.

    Diese komplexen Bewegungsmuster werden in der PNF-Ausbildung detailliert erarbeitet und praktisch angewendet.

    Sie sind jedoch kein Selbstzweck. Entscheidend ist immer, welche Bewegung oder Aktivität für die Patientin oder den Patienten relevant ist.

    Therapeutische Fazilitation

    Ein weiterer Schwerpunkt der Weiterbildung sind unterschiedliche Möglichkeiten, eine gewünschte Bewegung therapeutisch zu unterstützen.

    Dazu können beispielsweise gehören:

    • gezielter manueller Kontakt
    • angepasster Widerstand
    • verbale Anleitung
    • visuelle Orientierung
    • Veränderung der Ausgangsstellung
    • Bewegungswiederholung
    • zeitliche Abstimmung einzelner Bewegungsanteile

    Die Therapeutin oder der Therapeut passt Art und Intensität dieser Reize an die jeweilige Situation an.

    Motorisches Lernen

    Die PNF-Ausbildung beschäftigt sich auch mit Prinzipien des motorischen Lernens.

    Neue beziehungsweise veränderte Bewegungsstrategien entstehen nicht allein dadurch, dass eine Bewegung einmal ausgeführt wird.

    Wiederholung, aktive Beteiligung, geeignete Aufgabenstellungen und die Bedeutung einer Bewegung für den persönlichen Alltag können eine wichtige Rolle spielen.

    Deshalb steht möglichst nicht nur eine einzelne therapeutische Technik im Mittelpunkt, sondern die Frage:

    Welche Bewegung soll für diesen Menschen wieder besser funktionieren?

    PNF in der neurologischen Physiotherapie

    Ein wichtiger Anwendungsbereich von PNF ist die neurologische Physiotherapie.

    Die Zusatzqualifikation kann beispielsweise bei der physiotherapeutischen Behandlung von Menschen mit Erkrankungen oder Schädigungen des Nervensystems eingesetzt werden.

    Je nach ärztlicher Verordnung und vorhandener Qualifikation kann PNF auch Bestandteil einer KG-ZNS-Behandlung sein.

    Mehr zu unserem neurologischen Behandlungskonzept:

    → Neurologische Physiotherapie und KG-ZNS

    Dort erklären wir auch, wie wir PNF mit anderen neurologischen Konzepten wie Bobath oder N.A.P. entsprechend dem individuellen Befund verbinden.

    PNF auch bei orthopädischen Beschwerden

    Obwohl PNF ursprünglich im Bereich der neurologischen Rehabilitation entwickelt wurde, wird das Konzept heute auch bei muskuloskelettalen und orthopädischen Fragestellungen eingesetzt.

    Dabei können beispielsweise Bewegungskoordination, Kraftentwicklung, Beweglichkeit oder funktionelle Bewegungsabläufe im Mittelpunkt stehen.

    Welche Techniken geeignet sind, richtet sich immer nach dem physiotherapeutischen Befund.

    Befund und Therapieziel bestimmen die Behandlung

    Ein wesentlicher Bestandteil der PNF-Ausbildung ist die individuelle Befundaufnahme.

    Die Therapeutin untersucht beispielsweise:

    • Welche Bewegungen sind möglich?
    • Wo bestehen Einschränkungen?
    • Welche Fähigkeiten sind bereits vorhanden?
    • Welche Bewegungen sind im Alltag besonders wichtig?
    • Welche Unterstützung benötigt die Patientin oder der Patient?
    • Welche Veränderung soll therapeutisch erreicht werden?

    Aus diesen Informationen werden gemeinsam sinnvolle und möglichst alltagsnahe Therapieziele entwickelt.

    PNF ist kein festes Übungsprogramm

    PNF besteht nicht aus einer Reihe vorgegebener Übungen, die bei jeder Diagnose identisch durchgeführt werden.

    Zwei Menschen mit derselben Erkrankung können deshalb eine ganz unterschiedliche Behandlung erhalten.

    Entscheidend sind unter anderem:

    • individuelle Bewegungsmöglichkeiten
    • vorhandene Fähigkeiten
    • Befund
    • Belastbarkeit
    • Alltag
    • persönliche Ziele
    • Verlauf der Behandlung

    Die Weiterbildung vermittelt deshalb nicht nur einzelne Techniken, sondern vor allem deren befundorientierte Auswahl und Anpassung.

    Diese Qualifikation in unserem Team

    In unserer Praxis verfügen Mandy Werkstätter und Wolfgang Greb über eine Weiterbildung in PNF.

    Mandy Werkstätter

    Mandy Werkstätter hat ihren besonderen Schwerpunkt in der neurologischen und neuroorthopädischen Physiotherapie.

    Neben PNF verfügt sie unter anderem über Zusatzqualifikationen in Bobath und N.A.P. Dadurch kann sie unterschiedliche neurologische Behandlungskonzepte entsprechend dem individuellen Befund miteinander verbinden.

    → Mandy Werkstätter – Behandlungsschwerpunkte und Qualifikationen

    Wolfgang Greb

    Wolfgang Greb verbindet seine PNF-Qualifikation mit langjähriger physiotherapeutischer Erfahrung sowie Weiterbildungen unter anderem in Manueller Therapie und Medizinischer Trainingstherapie.

    PNF nutzt er sowohl im neurologischen als auch im funktionellen physiotherapeutischen Kontext.

    → Wolfgang Greb – Behandlungsschwerpunkte und Qualifikationen

    Von der Ausbildung zur Behandlung

    Diese Seite erläutert die PNF-Ausbildung und die fachliche Qualifikation unserer Therapeuten.

    Wenn Sie sich dagegen darüber informieren möchten, wie PNF konkret eingesetzt wird, für welche Beschwerden die Behandlung infrage kommen kann und wie eine Therapie abläuft, finden Sie die Informationen auf unserer Leistungsseite:

    → PNF-Therapie in Leipzig

    Bei neurologischen Erkrankungen finden Sie zusätzlich alle Behandlungsmöglichkeiten hier:

    → Neurologische Physiotherapie und KG-ZNS in Leipzig

    Fachliche Einordnung

    Das PNF-Konzept wurde von dem Neurophysiologen Herman Kabat und der Physiotherapeutin Margaret „Maggie“ Knott entwickelt und über Jahrzehnte weiterentwickelt.

    Heute versteht die International PNF Association PNF als einen funktionell ausgerichteten Rehabilitationsansatz, bei dem unter anderem motorisches Lernen, motorische Kontrolle und individuell bedeutsame Aktivitäten berücksichtigt werden.

    Welche physiotherapeutische Behandlung im Einzelfall sinnvoll ist, richtet sich nach Diagnose, Verordnung, individuellem Befund und persönlichen Therapiezielen.

    Über die Autorin

    Ines Beger
    Physiotherapeutin · Osteopathin · Heilpraktikerin

    Als Inhaberin der Praxis Beger legt Ines Beger besonderen Wert auf fachliche Weiterbildung und unterschiedliche Spezialisierungen innerhalb des Teams.

    Fachlich geprüft von Ines Beger
    Zuletzt aktualisiert: August 2026

  • Eine Polyneuropathie, kurz PNP, ist keine einzelne Erkrankung, sondern ein Sammelbegriff für Schädigungen mehrerer peripherer Nerven.

  • Ein Schädel-Hirn-Trauma (SHT) entsteht durch eine äußere Gewalteinwirkung auf den Kopf. Häufige Ursachen sind Stürze, Verkehrsunfälle, Sportverletzungen oder andere Unfälle. Dabei können sowohl der Schädel als auch das Gehirn verletzt werden.

  • Schwindel gehört zu den häufigsten Beschwerden in der medizinischen Praxis. Betroffene beschreiben ihn ganz unterschiedlich: Manche haben das Gefühl, dass sich alles dreht, andere fühlen sich benommen, unsicher beim Gehen oder als würden sie schwanken.

  • Beim Umdrehen im Bett dreht sich plötzlich alles? Kopfbewegungen lösen Schwindel aus oder Sie fühlen sich beim Gehen unsicher? Schwindel kann alltägliche Bewegungen erschweren und das Vertrauen in den eigenen Körper beeinträchtigen.

    In unserer Praxis in Leipzig-Böhlitz-Ehrenberg behandeln wir Menschen mit Schwindel und Gleichgewichtsstörungen. Besonders mit der Behandlung von gutartigem Lagerungsschwindel haben wir langjährige Erfahrung. Wir verbinden eine sorgfältige physiotherapeutische Untersuchung mit einer auf Ihren Befund abgestimmten Behandlung und verständlicher Anleitung.

    Unser Ziel: Beschwerden lindern und Ihnen helfen, sich im Alltag wieder sicherer zu bewegen.

    Ihr Termin zur Schwindeltherapie

    Sie möchten einen Termin vereinbaren? Nennen Sie uns bei Ihrer Anfrage bitte das Stichwort „Schwindeltherapie“, Ihre möglichen Terminzeiten und Ihren gewünschten Behandlungsbeginn. Wir melden uns zur Terminabstimmung bei Ihnen.

    Termin zur Schwindeltherapie anfragen

    Wie entsteht Gleichgewicht?

    Damit wir sicher stehen und gehen können, verarbeitet das Gehirn Informationen aus drei wichtigen Sinnessystemen:

    • Innenohr: Das Gleichgewichtsorgan erfasst Bewegungen und die Lage des Kopfes zur Schwerkraft.
    • Augen: Sie liefern Informationen über unsere Umgebung und Orientierung im Raum.
    • Körperwahrnehmung: Sinnesrezeptoren in Muskeln, Gelenken und Haut melden die Stellung und Bewegung des Körpers sowie den Kontakt zum Untergrund.

    Das Gehirn führt diese Informationen zusammen. Sind einzelne Signale gestört oder passen sie nicht zusammen, können Schwindel und Unsicherheit entstehen.

    Bei welchen Beschwerden kann Schwindeltherapie helfen?

    Ob eine physiotherapeutische Behandlung geeignet ist, hängt von der Ursache Ihrer Beschwerden ab. Mögliche Anlässe sind:

    • kurzer Drehschwindel beim Hinlegen, Aufrichten oder Umdrehen im Bett

    • Schwindel und Unsicherheit bei Kopfbewegungen

    • Gleichgewichtsprobleme bei einer ärztlich festgestellten einseitigen oder beidseitigen Funktionsschwäche des Gleichgewichtsorgans

    • anhaltende Stand- und Gangunsicherheit

    • Einschränkungen bei alltäglichen Bewegungen und Angst vor Stürzen

    Schwindel kann auch durch neurologische, internistische oder andere Erkrankungen entstehen. Vorhandene ärztliche Befunde beziehen wir deshalb in die Behandlung ein. Bei ungeklärten oder auffälligen Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung erforderlich.

    Mehr zu möglichen Ursachen erfahren Sie auf unserer Diagnoseseite Schwindel.

    Lagerungsschwindel gezielt behandeln

    Mit gezielten Lagerungstests und der Beobachtung der dabei auftretenden Augenbewegungen untersuchen wir, ob der Befund zu einem gutartigen Lagerungsschwindel passt. Dabei bestimmen wir, welche Seite und welcher Bogengang betroffen sind.

    Anschließend wählen wir ein passendes Befreiungsmanöver. Durch eine festgelegte Abfolge von Kopf- und Körperbewegungen werden die verlagerten Kristalle aus dem betroffenen Bogengang zurückgeführt.

    Die Beschwerden können sich rasch bessern; manchmal sind mehrere Behandlungen notwendig. Bleiben Beschwerden bestehen oder verändern sie sich, beurteilen wir den Befund erneut.

    Mehr zu Symptomen und Ursachen erfahren Sie auf unserer Diagnoseseite zum Lagerungsschwindel.

    Nach persönlicher Anleitung kann unser Arbeitsblätter zum Epley-Manöver die Durchführung zu Hause unterstützen.

    Gleichgewicht und Bewegungssicherheit verbessern

    Bei einer Funktionsschwäche des Gleichgewichtsorgans können Beschwerden besonders beim Gehen, bei schnellen Kopfbewegungen, im Dunkeln oder auf unebenem Boden auffallen. Manche Betroffene erleben die Umgebung bei Bewegung als verwackelt oder hüpfend. Individuell abgestimmte Übungen zur Blickstabilisation und zum Gleichgewicht können helfen, diese Einschränkungen im Alltag zu verringern.

    Nicht jede Schwindelform wird mit einem Befreiungsmanöver behandelt. Bei Funktionsstörungen des Gleichgewichtssystems können individuell ausgewählte Übungen helfen. Dieses gezielte Training wird als vestibuläre Rehabilitation (VRT) bezeichnet. Es unterstützt das Zusammenspiel von Gleichgewichtsorgan, Augen und Körperwahrnehmung und soll die Sicherheit bei Bewegungen im Alltag verbessern.

    Abhängig vom Befund gehören dazu:

    • Übungen zur Blickstabilisation bei Kopfbewegungen

    • Gleichgewichtsübungen im Sitzen und Stehen

    • Gangtraining mit angepassten Bewegungsaufgaben

    • schrittweise Gewöhnung an bestimmte Bewegungsreize

    • Training alltagswichtiger Bewegungen wie Aufstehen, Drehen und Gehen

    Damit wir auch bei Kopfbewegungen klar sehen können, bewegen sich unsere Augen automatisch entgegen der Kopfbewegung. Dieser Mechanismus heißt vestibulo-okulärer Reflex. Ist er beeinträchtigt, können gezielte Blickstabilisationsübungen helfen, ein betrachtetes Ziel bei Kopfbewegungen wieder besser im Blick zu behalten.

    Wir stimmen Schwierigkeit und Belastung auf Ihre Möglichkeiten ab. Entscheidend ist, dass die Übungen zur festgestellten Störung und zu Ihren persönlichen Zielen passen.

    Neurologische und orthopädische Beschwerden einbeziehen

    Bestehen neben dem Schwindel neurologische Einschränkungen oder Beschwerden der Halswirbelsäule, berücksichtigen wir diese im Behandlungsplan. Dabei ergänzen sich unsere Erfahrungen in der neurologischen Physiotherapie, der Manuellen Therapie und der aktiven Bewegungstherapie.

    Eine eingeschränkte Beweglichkeit oder Schmerzen im Nacken können Anpassungen bei Lagerungstests und Befreiungsmanövern erfordern. Begleitende Nackenbeschwerden behandeln wir nach ihrem eigenen Befund. Ihr gleichzeitiges Auftreten bedeutet nicht automatisch, dass die Halswirbelsäule den Schwindel verursacht.

    So läuft Ihr Termin ab

    1. Beschwerden und Ziele besprechen

    Wir fragen nach Beginn, Dauer und Häufigkeit Ihres Schwindels: Tritt er in einzelnen Attacken auf oder besteht er anhaltend? Welche Bewegungen oder Alltagssituationen lösen ihn aus oder verstärken ihn? Auch Begleitbeschwerden wie Hörveränderungen, Ohrgeräusche, Kopfschmerzen oder Sehstörungen sind wichtig. Gemeinsam besprechen wir, was Ihnen im Alltag schwerfällt und welche Ziele Sie durch die Behandlung erreichen möchten.

    2. Gezielt untersuchen

    Wir wählen die zu Ihren Beschwerden passenden Untersuchungen aus und beziehen vorhandene ärztliche Befunde ein. Je nach Fragestellung beobachten wir die Augenbewegungen, prüfen die Blickstabilisation bei Kopfbewegungen oder führen gezielte Lagerungstests durch. Außerdem untersuchen wir bei Bedarf Ihre Sicherheit beim Stehen und Gehen und den Einfluss der Sichtkontrolle auf Ihr Gleichgewicht. Bei auffälligen oder unklaren Befunden empfehlen wir eine weiterführende ärztliche Abklärung.

    3. Behandlung gemeinsam planen

    Wir erklären Ihnen die Untersuchungsergebnisse und besprechen, welche Maßnahmen für Sie sinnvoll sind.

    4. Fortschritte überprüfen

    Wir kontrollieren den Verlauf und passen die Behandlung an. Wenn Eigenübungen sinnvoll sind, erhalten Sie eine verständliche Anleitung und üben die Durchführung mit uns.

    Ergänzende heilpraktische Beratung

    Ines Beger und Falk Scheibner beraten Sie im Rahmen ihrer heilpraktischen Tätigkeit bei Bedarf zu einer ergänzenden medikamentösen Unterstützung, beispielsweise mit pflanzlichen Arzneimitteln. Entscheidend sind die Schwindelursache, die wissenschaftliche Datenlage und Ihre individuelle Situation. Bestehende Erkrankungen sowie mögliche Neben- und Wechselwirkungen werden dabei berücksichtigt.

    Fachliche Weiterbildung

    Ines Beger, Falk Scheibner und Martin Bärmann beginnen Ende Oktober 2026 die Weiterbildung am Institut für vestibuläre Rehabilitationstherapie (IVRT). Damit vertiefen sie ihre Kenntnisse in der Untersuchung und Behandlung vestibulärer Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen.

    Wer behandelt Sie?

    Je nach Ursache des Schwindels und begleitenden Beschwerden übernimmt die Behandlung das entsprechend qualifizierte Mitglied unseres Teams.

    • Lagerungsschwindel: Ines Beger, Falk Scheibner und Martin Bärmann.
    • Neurologisch bedingte Gleichgewichtsstörungen: Mandy Werkstätter und Wolfgang Greb.
    • Begleitende Beschwerden der Halswirbelsäule: unsere Manualtherapeuten.
    • Heilpraktische Beratung: Ines Beger und Falk Scheibner.

    Die Behandlung stimmen wir je nach Ursache und Befund innerhalb unseres Teams ab.

    Schwindeltherapie auf Rezept und als Privatleistung

    Bei entsprechender medizinischer Indikation kann Schwindeltherapie als physiotherapeutische Kassenleistung verordnet werden. Bei Lagerungsschwindel und anderen vestibulären Schwindelformen kommt insbesondere Krankengymnastik in der Diagnosegruppe SO3 infrage.

    Eine Verordnung können beispielsweise Ihre Hausarztpraxis, HNO-Praxis oder neurologische Praxis ausstellen. Welche Behandlung und welcher Umfang geeignet sind, entscheidet die verordnende Ärztin oder der verordnende Arzt anhand des Befundes. Gesetzlich Versicherte leisten die gesetzliche Zuzahlung, sofern keine Befreiung besteht.

    Auch eine private Behandlung im Rahmen unserer heilpraktischen Tätigkeit ist möglich. Die Behandlungsmöglichkeiten und die entstehenden Kosten besprechen wir vorab mit Ihnen.

    Bitte teilen Sie uns bei Ihrer Terminanfrage mit, ob bereits eine ärztliche Diagnose oder Verordnung vorliegt.

    Wann ist Schwindel ein Notfall?

    Rufen Sie bei plötzlich auftretendem Schwindel sofort 112, wenn Lähmungen, Sprach- oder Schluckstörungen, Doppelbilder, ungewöhnlich starke Kopfschmerzen oder ausgeprägte neue Stand- und Gangunsicherheit hinzukommen.

    Auch ohne diese Warnzeichen muss plötzlich neuer, anhaltender starker Schwindel umgehend ärztlich abgeklärt werden. Fahren Sie nicht selbst.

    Häufige Fragen zu Ihrem Termin zur Schwindeltherapie

    Darf ich nach der Behandlung selbst Auto fahren?

    Planen Sie für den ersten Termin möglichst eine Begleitung oder eine andere Rückfahrmöglichkeit ein. Wenn Sie noch Schwindel verspüren oder sich unsicher fühlen, fahren Sie bitte nicht selbst.

    Was soll ich zum Termin mitbringen?

    Bitte bringen Sie vorhandene Arztberichte, Untersuchungsergebnisse, Ihre aktuelle Medikamentenliste und gegebenenfalls Ihre Heilmittelverordnung mit. Bequeme Kleidung und sichere Schuhe sind hilfreich.

    Kann ich auch kommen, wenn ich am Behandlungstag keinen Schwindel habe?

    Ja. Auch beschwerdefreie Phasen können für die Untersuchung und Behandlung genutzt werden. Hilfreich sind Ihre Beobachtungen: Wann tritt der Schwindel auf, wie lange dauert er und wodurch wird er ausgelöst?

    Fachliche Grundlagen

    Medizinischer Hinweis

    Die Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle Untersuchung und Beratung. Ob und welche Behandlung geeignet ist, entscheiden wir anhand Ihrer Beschwerden und Befunde. Bitte beachten Sie auch die Hinweise im Abschnitt „Wann ist Schwindel ein Notfall?“.

    Über die Autorin

    Ines Beger ist Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin. Sie ist für den Inhalt dieser Seite verantwortlich.

    Zuletzt aktualisiert: 30. Oktober 2026