Das Patellaspitzensyndrom, auch Jumper’s Knee oder Patellasehnen-Tendinopathie genannt, verursacht belastungsabhängige Schmerzen an der Vorderseite des Knies. Der Schmerz liegt typischerweise am unteren Rand der Kniescheibe, wo die Patellasehne ansetzt.
Betroffen sind häufig sportlich aktive Menschen, insbesondere bei Sportarten mit vielen Sprüngen, Sprints und schnellen Richtungswechseln. Beschwerden können aber auch nach einer ungewohnten oder zu schnellen Steigerung der Belastung auftreten.
Der Begriff „Patellasehnenentzündung“ wird ebenfalls verwendet. Bei länger bestehenden Beschwerden handelt es sich jedoch nicht immer um eine akute Entzündung, sondern häufig um eine Überlastungsreaktion der Sehne.
Typische Beschwerden
Mögliche Symptome sind:
- punktuelle Schmerzen unterhalb der Kniescheibe
- Schmerzen beim Springen und Landen
- Beschwerden beim Laufen oder Sprinten
- Schmerzen bei Kniebeugen
- Beschwerden beim Treppensteigen
- Druckempfindlichkeit der Patellasehne
- verminderte Belastbarkeit beim Sport
Anfangs treten die Schmerzen möglicherweise erst nach dem Sport auf. Bei längerem Verlauf können sie bereits während der Belastung oder bei alltäglichen Bewegungen spürbar werden.
Wie entstehen die Beschwerden?
Die Patellasehne wird besonders beim Springen, Landen, Beschleunigen und Abbremsen beansprucht. Übersteigt die wiederholte Belastung ihre aktuelle Belastbarkeit, können Beschwerden entstehen.
Mögliche Einflussfaktoren sind:
- schnelle Steigerung des Trainingsumfangs
- viele Sprünge oder Sprints
- ungewohnte sportliche Belastungen
- unzureichende Erholung
- verminderte Kraft und Belastbarkeit der Beinmuskulatur
- veränderte Bewegungs- oder Landetechniken
Welche Faktoren tatsächlich beteiligt sind, lässt sich nur durch eine individuelle Untersuchung beurteilen.
Unterschied zum patellofemoralen Schmerzsyndrom
Beim Patellaspitzensyndrom ist der Schmerz meistens punktuell unterhalb der Kniescheibe spürbar. Beim patellofemoralen Schmerzsyndrom liegt er eher hinter oder rund um die Kniescheibe.
Da sich die Beschwerden überschneiden können, ist eine sorgfältige Untersuchung wichtig.
Mehr über das patellofemorale Schmerzsyndrom erfahren
Behandlung des Patellaspitzensyndroms
Im Mittelpunkt der Behandlung stehen eine angepasste Belastungssteuerung und ein schrittweiser Kraftaufbau. Eine vollständige und längerfristige Schonung ist meistens nicht sinnvoll.
Je nach Befund können folgende Maßnahmen eingesetzt werden:
- gezielte Physiotherapie
- progressive Kräftigung der Beinmuskulatur
- Anpassung der Trainingsbelastung
- Bewegungs- und Koordinationstraining
- Verbesserung der Sprung- und Landetechnik
- ein individuelles Übungsprogramm
Bei länger bestehenden Beschwerden kann die radiale Stoßwellentherapie in ausgewählten Fällen ergänzend eingesetzt werden. Sie ersetzt jedoch nicht den aktiven Belastungsaufbau.
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Nach einem Unfall, bei deutlicher Schwellung, Blockierungen, Instabilität oder plötzlich auftretenden starken Schmerzen sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Physiotherapie beim Patellaspitzensyndrom in Leipzig
Nach einer ausführlichen physiotherapeutischen Untersuchung entwickeln wir einen individuellen Therapieplan, der sich an Ihren Beschwerden, Ihrer Belastbarkeit und Ihren persönlichen Zielen orientiert.
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Über die Autorin
Ines Beger ist Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin in Leipzig-Böhlitz-Ehrenberg. Seit mehr als 24 Jahren begleitet sie Menschen mit Beschwerden des Bewegungsapparates und funktionellen Gesundheitsproblemen. Zu ihren Schwerpunkten gehören Osteopathie, Chiropraktik, Neuraltherapie und individuell abgestimmte Behandlungskonzepte.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche medizinische Untersuchung oder Beratung.