Die Omarthrose ist ein Verschleiß des Schultergelenks. Dabei wird der schützende Gelenkknorpel nach und nach abgebaut. Dadurch können Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und ein zunehmender Funktionsverlust der Schulter entstehen.
Im Gegensatz zur Knie- oder Hüftarthrose tritt eine Schulterarthrose seltener auf. Sie entwickelt sich meist im höheren Lebensalter, kann aber auch nach Verletzungen, Brüchen, Schulterinstabilitäten oder Erkrankungen der Rotatorenmanschette entstehen.
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Typische Beschwerden
- Schmerzen bei Belastung und später auch in Ruhe
- Anlaufschmerzen am Morgen oder nach längeren Ruhephasen
- eingeschränkte Beweglichkeit der Schulter
- Schwierigkeiten beim Anheben oder Drehen des Arms
- Kraftverlust im Schulterbereich
- Knirschen oder Reibegeräusche bei Bewegungen
Wie wird eine Omarthrose diagnostiziert?
Nach einem ausführlichen Gespräch erfolgt eine gezielte Untersuchung der Schulter. Dabei werden Beweglichkeit, Kraft und Funktion überprüft. Die Diagnose wird in der Regel durch Röntgenaufnahmen bestätigt. Bei Bedarf können weitere bildgebende Verfahren eingesetzt werden, um zusätzliche Veränderungen an Sehnen oder anderen Strukturen zu beurteilen.
Was empfehlen die aktuellen medizinischen Leitlinien?
Die aktuellen medizinischen Leitlinien empfehlen zunächst eine konservative Behandlung, sofern keine schwerwiegenden Gelenkschäden oder andere Gründe für eine Operation vorliegen.
Zu den wichtigsten Bausteinen gehören:
- regelmäßige Bewegung und körperliche Aktivität
- individuell angepasste Physiotherapie
- Erhalt und Verbesserung der Beweglichkeit
- Kräftigung der Schultermuskulatur
- Beratung zum gelenkschonenden Verhalten im Alltag
- bei Bedarf eine medikamentöse Schmerztherapie durch den behandelnden Arzt
Eine Operation wird in der Regel erst dann in Betracht gezogen, wenn die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Behandlung dauerhaft bestehen und die Lebensqualität deutlich eingeschränkt ist.
So setzen wir diese Empfehlungen in unserer Praxis um
Nach einer ausführlichen Befunderhebung erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Therapieplan. Dabei orientieren wir uns an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und passen die Behandlung regelmäßig an Ihren Therapieverlauf an.
Je nach Beschwerden kommen unter anderem folgende Maßnahmen zum Einsatz:
- Manuelle Therapie zur Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit
- gezielte Mobilisationsübungen
- Kräftigung der Schulter- und Schulterblattmuskulatur
- Training der Bewegungskoordination
- Übungen für Alltag und Beruf
- individuelles Heimübungsprogramm
Unser Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit möglichst lange zu erhalten und die Schulter im Alltag wieder belastbarer zu machen.
Was können Sie selbst tun?
Regelmäßige Bewegung ist einer der wichtigsten Bestandteile der Behandlung. Dabei geht es nicht darum, die Schulter stark zu belasten, sondern sie möglichst regelmäßig und kontrolliert zu bewegen.
Pendelübung: Lassen Sie den Arm locker hängen und bewegen Sie ihn langsam in kleinen Kreisen.
Wandgleiten: Führen Sie die Hand langsam an einer Wand nach oben, bis eine angenehme Dehnung entsteht.
Schulterblatttraining: Ziehen Sie beide Schulterblätter sanft nach hinten unten zusammen, halten Sie die Spannung einige Sekunden und lösen Sie anschließend wieder.
Kräftigungsübung mit einem Theraband: Führen Sie leichte Außenrotationsübungen mit geringer Belastung durch, um die Rotatorenmanschette zu stärken.
Unser Praxistipp: Vermeiden Sie Schonhaltung. Eine Schulter, die dauerhaft nicht bewegt wird, verliert häufig noch schneller an Beweglichkeit und Kraft. Regelmäßige, angepasste Bewegung ist nach den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen einer der wichtigsten Bausteine der Behandlung.
Unser Ziel
Unser Ziel ist es, Ihre Schmerzen zu reduzieren, die Beweglichkeit Ihrer Schulter zu erhalten oder zu verbessern und Ihre Schulter langfristig belastbar zu halten. Dabei orientieren wir uns konsequent an den aktuellen medizinischen Leitlinien und kombinieren evidenzbasierte Behandlungsmethoden mit einer individuell auf Ihre Beschwerden abgestimmten Physiotherapie.
Wie wir diese Beschwerden untersuchen und behandeln, erfahren Sie auf unserer Seite zur Physiotherapie bei Schulterschmerzen in Leipzig.
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Über die Autorin
Ines Beger ist Physiotherapeutin, Osteopathin und Heilpraktikerin in Leipzig-Böhlitz-Ehrenberg. Seit mehr als 24 Jahren begleitet sie Menschen mit Beschwerden des Bewegungsapparates und funktionellen Gesundheitsproblemen. Zu ihren Schwerpunkten gehören Osteopathie, Chiropraktik, Neuraltherapie und individuell abgestimmte Behandlungskonzepte.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine persönliche medizinische Untersuchung oder Beratung.