Ein Facettensyndrom kann sich durch tief sitzende Rückenschmerzen bemerkbar machen, die besonders beim längeren Stehen, Gehen oder Zurückneigen des Oberkörpers auftreten. Manche Menschen spüren die Beschwerden vor allem morgens oder beim Aufstehen, andere nach einem langen Arbeitstag.
Häufig werden die Schmerzen als dumpf, drückend oder stechend beschrieben.
Die Facettengelenke sind kleine Wirbelgelenke, die benachbarte Wirbel miteinander verbinden. Verändern oder reizen sich diese Gelenke und die sie versorgenden Nerven, können Schmerzen entstehen. Medizinisch wird auch von Facettengelenksarthrose, Spondylarthrose oder facettengelenkbezogenen Schmerzen gesprochen.
Nicht jede im Röntgen oder MRT sichtbare Arthrose verursacht jedoch Beschwerden. Gleichzeitig lässt sich aus dem Schmerzort allein nicht sicher erkennen, ob die Facettengelenke tatsächlich die Ursache sind. Deshalb betrachten wir nicht nur die Bilder, sondern vor allem Ihre Beschwerden, Ihre Beweglichkeit und die Einschränkungen im Alltag.
Unser Blick auf das Facettensyndrom
Rückenschmerzen haben häufig mehr als einen Einflussfaktor. Neben den Facettengelenken können Bandscheiben, Muskulatur, Faszien, das Iliosakralgelenk, die Hüften oder das Nervensystem beteiligt sein.
Deshalb beginnen wir nicht mit einer einzelnen Behandlungstechnik, sondern mit einer sorgfältigen Untersuchung. Wir möchten wissen, welche Bewegungen Ihre Beschwerden verstärken oder lindern, wie belastbar Sie im Alltag sind und welche Ziele Sie erreichen möchten.
Unser Ziel besteht nicht darin, altersbedingte Veränderungen der Gelenke rückgängig zu machen. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen Möglichkeiten finden, Schmerzen zu reduzieren, Beweglichkeit und Kraft zu verbessern und Ihnen wieder mehr Sicherheit im Alltag zu geben.
Je nach Befund können Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Osteopathie, Chiropraktik oder ein multimodales Behandlungskonzept sinnvoll sein.
Was sind Facettengelenke?
Die Facettengelenke liegen paarweise an der Rückseite der Wirbelsäule. Sie verbinden jeweils zwei benachbarte Wirbel miteinander, führen die Bewegung und tragen zur Stabilität der Wirbelsäule bei.
Ihre Stellung unterscheidet sich je nach Wirbelsäulenabschnitt. An der Halswirbelsäule ermöglichen sie einen großen Bewegungsumfang. An der Brustwirbelsäule arbeiten sie eng mit den Rippen zusammen. Im Bereich der Lendenwirbelsäule nehmen sie insbesondere bei Dreh-, Streck- und Belastungsbewegungen Kräfte auf.
Wie andere Gelenke besitzen auch die Facettengelenke Gelenkknorpel und eine Gelenkkapsel. Mit zunehmendem Alter können sich Knorpel, Gelenkflächen und angrenzende Knochen verändern. Solche Verschleißveränderungen werden als Facettengelenksarthrose oder Spondylarthrose bezeichnet. Sie sind häufig, müssen aber nicht automatisch Schmerzen verursachen.
Wo kann ein Facettensyndrom auftreten?
Am häufigsten betrifft ein Facettensyndrom die Lendenwirbelsäule. Es kann jedoch auch an der Hals- oder Brustwirbelsäule auftreten.
Lendenwirbelsäule
Ein lumbales Facettensyndrom kann tief sitzende Kreuzschmerzen verursachen. Häufig nehmen die Beschwerden beim längeren Stehen, Gehen, Zurückneigen oder Drehen des Oberkörpers zu. Die Schmerzen können in das Gesäß, die Leiste oder den oberen Oberschenkel ausstrahlen.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu Lendenwirbelschmerzen.
Halswirbelsäule
Veränderungen der Facettengelenke an der Halswirbelsäule können mit Nackenschmerzen, eingeschränkter Kopfbeweglichkeit oder ausstrahlenden Beschwerden in den Hinterkopf und Schulterbereich einhergehen.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel über Nackenschmerzen.
Brustwirbelsäule
Im Bereich der Brustwirbelsäule können Facettengelenke und angrenzende Rippen-Wirbel-Gelenke Schmerzen zwischen den Schulterblättern oder bei Dreh- und Atembewegungen begleiten.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zu Brustwirbelschmerzen.
Welche Beschwerden können auftreten?
Viele Patienten berichten über
- tief sitzende Rücken- oder Kreuzschmerzen
- Schmerzen beim längeren Stehen oder Gehen
- Beschwerden beim Zurückneigen der Wirbelsäule
- Schmerzen beim Drehen oder seitlichen Neigen
- Morgensteifigkeit
- Schmerzen beim Aufstehen aus dem Sitzen
- Beschwerden nach längerer Ruhe
- Ausstrahlung in Gesäß, Leiste oder Oberschenkel
- eine Verbesserung beim Sitzen oder leichten Vorbeugen
- eine eingeschränkte Beweglichkeit
- verspannte Rückenmuskulatur
Einige dieser Beschwerden können auch bei einem Bandscheibenvorfall, einer Spinalkanalstenose, Hüfterkrankung oder Reizung des Iliosakralgelenks auftreten. Ein einzelnes Symptom reicht daher nicht aus, um ein Facettensyndrom sicher festzustellen.
Warum entstehen Facettenschmerzen?
Mögliche Einflussfaktoren sind
- altersbedingte Veränderungen der Gelenke
- wiederholte oder ungewohnte Belastungen
- verminderte Belastbarkeit der Rumpfmuskulatur
- Bewegungsmangel
- Veränderungen der Bandscheiben
- Wirbelgleiten
- Fehlstellungen oder Veränderungen der Wirbelsäulenform
- frühere Verletzungen oder Operationen
- anhaltende einseitige Belastungen
Wenn Bandscheiben an Höhe verlieren, kann sich die Belastungsverteilung innerhalb eines Wirbelsäulenabschnitts verändern. Dadurch können die Facettengelenke stärker beansprucht werden. Häufig wirken mehrere Veränderungen zusammen.
Die sichtbare Ausprägung einer Facettenarthrose stimmt jedoch nicht immer mit der Stärke der Beschwerden überein. Deshalb sollte ein MRT- oder Röntgenbefund nie isoliert beurteilt werden.
Wie wird ein Facettensyndrom festgestellt?
Die Diagnose erfolgt ärztlich und beruht auf dem Gespräch, der körperlichen Untersuchung und gegebenenfalls einer Bildgebung. Dabei wird unter anderem geprüft
- wo die Schmerzen auftreten
- welche Bewegungen die Beschwerden verändern
- ob Schmerzen in Gesäß, Arme oder Beine ausstrahlen
- ob Taubheitsgefühle oder Kraftverluste bestehen
- wie beweglich die Wirbelsäule und angrenzende Gelenke sind
- ob Hinweise auf eine andere Ursache vorliegen
Röntgen, Computertomografie oder Magnetresonanztomografie können Veränderungen der Facettengelenke sichtbar machen. Sie beweisen jedoch nicht automatisch, dass diese Veränderungen die aktuellen Schmerzen verursachen. Gesundheitsinformation.de weist darauf hin, dass sich ein Facettensyndrom nur schwer eindeutig diagnostizieren lässt und MRT-Befunde allein nicht zuverlässig sind.
Bei länger bestehenden, deutlich einschränkenden Beschwerden kann eine ärztlich durchgeführte diagnostische Blockade der kleinen Nervenäste erwogen werden, die das verdächtige Facettengelenk versorgen. Eine vorübergehende Schmerzlinderung kann Hinweise darauf geben, ob eine Radiofrequenzbehandlung infrage kommt.
Wie untersuchen wir Sie in unserer Praxis?
Jede Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch. Wir möchten unter anderem wissen
- seit wann die Beschwerden bestehen
- bei welchen Bewegungen sie auftreten
- ob Stehen, Gehen oder Zurückneigen schmerzhaft ist
- ob die Beschwerden in Gesäß, Arme oder Beine ausstrahlen
- ob Taubheitsgefühle oder Kraftverluste bestehen
- welche Belastungen im Alltag oder Beruf vorkommen
- ob frühere Verletzungen oder Operationen vorliegen
- welche Untersuchungen und Behandlungen bereits erfolgt sind
Anschließend beurteilen wir unter anderem die Beweglichkeit der Wirbelsäule, die Hüften beziehungsweise den Schultergürtel, die Muskelkraft, die Bewegungskontrolle und alltagsbezogene Bewegungen.
Dabei versuchen wir nicht, anhand eines einzelnen Tests eine vermeintlich „blockierte“ oder verschlissene Facette festzulegen. Entscheidend ist das Gesamtbild aus Beschwerden, ärztlichem Befund, Untersuchung und Reaktion auf Bewegung.
Wie kann Physiotherapie unterstützen?
Physiotherapie kann verschleißbedingte Gelenkveränderungen nicht rückgängig machen. Sie kann jedoch dazu beitragen, Beweglichkeit, Kraft, Belastbarkeit und den Umgang mit den Beschwerden zu verbessern.
Je nach Befund können Bestandteile der Behandlung sein
- individuell angepasstes Krafttraining
- Training der Rumpfmuskulatur
- Verbesserung von Bewegungskontrolle und Koordination
- Mobilisation eingeschränkter Wirbelsäulenabschnitte
- Übungen für Hüften oder Schultergürtel
- schrittweiser Aufbau von Geh-, Steh- und Alltagsbelastungen
- Anpassung belastender Bewegungsabläufe
- Entwicklung eines langfristig umsetzbaren Bewegungsprogramms
Gezielte Bewegung und Physiotherapie gehören zu den wichtigsten konservativen Behandlungsmaßnahmen bei Facettenschmerzen. Die JOSPT-Leitlinie empfiehlt bei chronischen Rückenschmerzen unter anderem allgemeines Training, spezifische Aktivierung der Rumpfmuskulatur und Übungen zur Bewegungskontrolle.
Weitere Informationen finden Sie auf unseren Seiten zur Krankengymnastik und Manuellen Therapie.
Manuelle Therapie
Manuelle Therapie kann eingesetzt werden, wenn zusätzlich behandelbare Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule oder angrenzender Gelenke vorliegen.
Mobilisierende Techniken können die Bewegung vorübergehend erleichtern und Schmerzen beeinflussen. Sie sollten jedoch nicht als alleinige Behandlung verstanden werden. Ein nachhaltiges Konzept verbindet manuelle Maßnahmen mit aktiver Bewegung, Kraftaufbau und Strategien für den Alltag. Die JOSPT-Leitlinie berücksichtigt Gelenkmobilisationen als mögliche Behandlung bei akuten und chronischen Kreuzschmerzen.
Osteopathie
Die Osteopathie kann unsere Untersuchung um den Blick auf angrenzende Gelenke, Muskulatur, Faszien und funktionelle Zusammenhänge erweitern.
Osteopathische Techniken können eine Arthrose der Facettengelenke nicht beseitigen. Sie können in ausgewählten Fällen begleitende Bewegungseinschränkungen oder Spannungen behandeln. Die wissenschaftliche Evidenz speziell für osteopathische Verfahren bei einem sicher diagnostizierten Facettensyndrom ist begrenzt. Deshalb setzen wir sie nur nach individueller Untersuchung und vorzugsweise in Verbindung mit aktiven Maßnahmen ein.
Chiropraktik
Ein Facettensyndrom bedeutet nicht automatisch, dass ein Wirbel „ausgerenkt“ oder das Gelenk „blockiert“ ist. Chiropraktische beziehungsweise mobilisierende Techniken können bei geeigneten funktionellen Bewegungseinschränkungen eine Ergänzung darstellen.
Vor der Behandlung berücksichtigen wir mögliche Gegenanzeigen, neurologische Beschwerden, Osteoporose, frühere Operationen und den ärztlichen Befund. Ziel ist nicht, den Gelenkverschleiß zu beseitigen, sondern gegebenenfalls begleitende Bewegungsstörungen zu behandeln.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Chiropraktik.
Multimodale Schmerztherapie
Bestehen die Beschwerden schon länger, können neben den Gelenkveränderungen weitere Faktoren wichtig werden. Dazu gehören beispielsweise nachlassende Muskelkraft, schlechter Schlaf, Stress, Bewegungsangst oder der Rückzug aus vertrauten Aktivitäten.
In unserer multimodalen Schmerztherapie betrachten wir diese Faktoren gemeinsam und entwickeln daraus einen persönlichen Behandlungsplan. Je nach Befund können aktive Physiotherapie, manuelle Maßnahmen, Osteopathie, Information und Unterstützung beim Selbstmanagement miteinander verbunden werden.
Nicht jeder Patient benötigt alle Verfahren. Entscheidend ist, welche Maßnahmen zu Ihren Beschwerden, Ihrer Belastbarkeit und Ihren persönlichen Zielen passen.
Welche ärztlichen Behandlungen kommen infrage?
Abhängig von der Stärke und Dauer der Beschwerden können ärztlich verordnete Schmerzmittel vorübergehend eingesetzt werden. Auswahl und Dosierung müssen an Vorerkrankungen und weitere Medikamente angepasst werden.
Facettengelenk-Injektionen werden nicht grundsätzlich bei jedem Rückenschmerz empfohlen. Bei chronischen Beschwerden, einem begründeten Verdacht auf facettengelenkbezogene Schmerzen und unzureichender Wirkung konservativer Maßnahmen kann eine diagnostische Blockade der versorgenden Nervenäste erfolgen.
Führt eine korrekt durchgeführte diagnostische Blockade zu einer deutlichen vorübergehenden Schmerzlinderung, kann eine Radiofrequenz-Denervation erwogen werden. Dabei werden kleine schmerzleitende Nervenäste durch Wärme behandelt. Die Auswahl geeigneter Patienten und die Nutzen-Risiko-Abwägung gehören in fachärztliche Hände. Die aktuelle AWMF-Leitlinie beschreibt Voraussetzungen und Durchführung dieser Behandlung.
Eine Radiofrequenzbehandlung beseitigt die Gelenkarthrose nicht. Zudem können sich die behandelten Nerven im Laufe der Zeit erholen, sodass Schmerzen erneut auftreten können. Die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen sind nicht bei allen Patientengruppen einheitlich.
Was können Sie selbst tun?
Versuchen Sie, im Rahmen Ihrer Möglichkeiten aktiv zu bleiben. Vollständige und länger anhaltende Schonung kann dazu führen, dass Kraft, Beweglichkeit und Belastbarkeit weiter abnehmen.
Hilfreich können sein
- regelmäßige kurze Bewegungseinheiten
- häufige Positionswechsel
- angepasstes Krafttraining
- Spaziergänge oder Radfahren
- eine schrittweise Steigerung der Belastung
- Pausen bei längerem Stehen oder Sitzen
- Wärme bei muskulärer Anspannung, wenn sie als angenehm empfunden wird
Es gibt nicht die eine Übung, die bei jedem Facettensyndrom hilft. Entscheidend ist, welche Bewegungsrichtungen Sie vertragen und wie Ihr Körper während und nach der Belastung reagiert. Bewegung und gezieltes Training werden als zentrale konservative Maßnahmen empfohlen.
Wann sollten die Beschwerden ärztlich abgeklärt werden?
Bitte suchen Sie zeitnah medizinische Hilfe auf, wenn
- Taubheitsgefühle oder Muskelschwäche auftreten
- Schmerzen deutlich in Arm oder Bein ausstrahlen
- Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang neu hinzukommen
- Taubheitsgefühle im Genital- oder Dammbereich auftreten
- starke Schmerzen nach einem Unfall bestehen
- Fieber oder Schüttelfrost hinzukommen
- die Beschwerden nachts stark sind oder kontinuierlich zunehmen
- unerklärlicher Gewichtsverlust auftritt
- eine bekannte Tumor-, Infektions- oder entzündlich-rheumatische Erkrankung besteht
Bei plötzlich auftretenden Blasen- oder Darmstörungen zusammen mit Taubheitsgefühlen im Schritt oder Lähmungserscheinungen ist eine sofortige Untersuchung in einer Notaufnahme erforderlich.
Häufige Fragen
Ist ein Facettensyndrom dasselbe wie Facettenarthrose?
Nicht ganz. Die Facettenarthrose bezeichnet sichtbare Verschleißveränderungen der Wirbelgelenke. Von einem Facettensyndrom wird gesprochen, wenn Beschwerden den Facettengelenken beziehungsweise den sie versorgenden Nerven zugeschrieben werden. Eine sichtbare Arthrose verursacht jedoch nicht automatisch Schmerzen.
Kann man ein Facettensyndrom im MRT sehen?
Das MRT kann Veränderungen der Facettengelenke darstellen. Es kann aber nicht sicher beweisen, dass genau diese Veränderungen die Schmerzen verursachen. Die Bilder müssen deshalb immer gemeinsam mit den Beschwerden und der Untersuchung beurteilt werden.
Hilft Bewegung bei einem Facettensyndrom?
In vielen Fällen ja. Angepasstes Training kann Muskulatur, Bewegungskontrolle und Belastbarkeit verbessern. Welche Übungen geeignet sind, hängt vom betroffenen Wirbelsäulenabschnitt und Ihrem individuellen Befund ab.
Sollte man die Wirbelsäule bei einem Facettensyndrom einrenken?
Nicht grundsätzlich. Zunächst muss geklärt werden, welche Strukturen an den Beschwerden beteiligt sind und ob Gegenanzeigen bestehen. Manuelle oder chiropraktische Techniken können bei geeigneten Bewegungseinschränkungen ergänzend eingesetzt werden, sollten aber mit aktiven Maßnahmen verbunden sein.
Muss ein Facettensyndrom operiert werden?
In der Regel nicht. Meist wird zunächst konservativ mit Bewegung, Physiotherapie und gegebenenfalls Medikamenten behandelt. Für ausgewählte Menschen mit chronischen, klar eingegrenzten Beschwerden kann eine Radiofrequenz-Denervation infrage kommen. Eine klassische Operation ist beim isolierten Facettensyndrom selten erforderlich.
Können Facettenschmerzen in das Bein ausstrahlen?
Ja, vor allem Beschwerden der lumbalen Facettengelenke können in Gesäß, Leiste oder Oberschenkel ausstrahlen. Taubheitsgefühle, deutliche Kraftverluste oder eine Ausstrahlung bis in den Fuß sprechen jedoch eher für eine mögliche Nervenbeteiligung und sollten ärztlich untersucht werden.
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Die Folge behandelt unter anderem den Kraftaufbau bei Rückenbeschwerden sowie die Anpassung von Übungen an die persönliche Belastbarkeit.
Quellen und weiterführende Informationen
Gesundheitsinformation.de: Facettensyndrom und Facettenarthrose
Gesundheitsinformation.de: Wie werden Facettenschmerzen behandelt?
Gesundheitsinformation.de: Hilft eine Facettendenervation bei einem Facettensyndrom?
Gesundheitsinformation.de: Rücken- und Kreuzschmerzen
AWMF: S2k-Leitlinie Spezifischer Kreuzschmerz
AWMF: S3-Leitlinie Radiofrequenz-Denervation der Facettengelenke und des Iliosakralgelenks
JOSPT: Interventions for the Management of Acute and Chronic Low Back Pain
NICE: Low back pain and sciatica in over 16s – assessment and management
NICE: Spinal injections and radiofrequency denervation
Hinweis zur Evidenz
Dieser Artikel basiert auf aktuellen Leitlinien, wissenschaftlichen Veröffentlichungen und patientenorientierten Fachinformationen sowie unserer klinischen Erfahrung.
Ein Facettensyndrom lässt sich anhand einzelner Symptome oder bildgebender Veränderungen nicht immer eindeutig feststellen. Sichtbare Verschleißveränderungen sind nicht automatisch die Ursache der Beschwerden. Die Untersuchung muss deshalb mögliche andere Ursachen einbeziehen.
Gezielte Bewegung und Physiotherapie gehören zu den wichtigsten konservativen Maßnahmen. Für einzelne manuelle, osteopathische, chiropraktische und interventionelle Verfahren ist die Evidenz unterschiedlich stark ausgeprägt. Sie werden in unserer Praxis nur nach individueller Untersuchung und nicht als Ersatz für notwendige ärztliche Diagnostik eingesetzt.
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Verantwortlich für den Inhalt
Ines Beger
Physiotherapeutin · Heilpraktikerin · Osteopathin
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Zuletzt aktualisiert: Juli 2026